Im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn ging am Samstag ein außergewöhnliches Hengstfohlen für einen stolzen Preis über den Auktionstisch: J-Nimon K könnte mit seiner auffälligen Zeichnung direkt einem Märchenbuch entsprungen sein und sorgt damit auf Social Media für KI-Gemunkel. Tatsächlich erzielte das Fohlen, das echter kaum sein könnte, jedoch 75.000 Euro – und damit den höchsten Verkaufspreis des Abends.
Das auffällig gezeichnete Nachwuchspferd aus der Zucht der deutschen Familie Krehl war der Blickfang der ersten Fohlenauktion im Rahmen der Longines Global Champions Tour Vienna vor dem Schloss Schönbrunn.
Für Käufer zählt bei solchen Auktionen nicht nur der erste Eindruck. Abstammung, Typ, Bewegung, Entwicklung und die Qualität des Mutterstamms geben Hinweise darauf, welches sportliche Potenzial ein Fohlen mitbringen könnte, so Thomas Münch, Auktions- und Vermarktungsleiter des Westfälischen Pferdestammbuchs.
J-Nimon K stammt vom ebenfalls markant gezeichneten Hengst J-Nius V.V. Z. Seine Mutter ist die sporterfolgreiche Kasamona von Kasanova de la Pomme. Entsprechend groß war bei dem kleinen Hengst die Nachfrage. Mit 75.000 Euro fiel schließlich das höchste Gebot des Abends.
Während im Ehrenhof die internationalen Springstars um Erfolge ritten, richtete sich der Blick bei der Auktion auf die nächste Generation. Zwölf Warmblutfohlen wurden präsentiert und versteigert – neun davon vom Westfälischen Pferdestammbuch, drei österreichische Warmblüter. Insgesamt brachte die Auktion 326.500 Euro ein.
Neben den Warmblutfohlen kam ein besonderer Gast unter den Hammer: das braun gescheckte Shetland-Hengstfohlen Kaiser Franz Joseph aus dem Gestüt Finkstone in der Südsteiermark.
Der kleine Publikumsliebling wurde für 24.000 Euro versteigert. Das Besondere: Der gesamte Erlös geht an das Kinderhospiz Lichtblickhof, das schwer und lebensverkürzend erkrankte Kinder und ihre Familien mit tiergestützter Hospizarbeit begleitet.