Ausgerechnet vor der Polizeiinspektion Mauerkirchen im Bezirk Braunau in Oberösterreich ist ein junger Kater in einer kleinen Transportbox ausgesetzt worden. Das Tier ist erst rund vier Monate alt und wurde offenbar sich selbst überlassen. Die Polizeiinspektion verständigte daraufhin die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe.
Bei der Untersuchung auf dem Tierschutzhof stellte sich anschließend heraus: Das Tier war von zahlreichen Flöhen und weiteren Parasiten befallen.
Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler gab dem niedlichen Fund kurzerhand einen passenden Namen: "Inspektor Leo". Nun wird der Kater medizinisch versorgt. Er soll geimpft, entwurmt und gechippt werden. Die Tierschützer veröffentlichen zudem ein Foto des auffällig gezeichneten weiß-schwarzen Katers. Sie hoffen, dass jemand das Tier erkennt und Hinweise auf seine bisherigen Halter geben kann. Sollte dies der Fall sein, bittet die Pfotenhilfe darum, Kontakt über das Formular auf www.pfotenhilfe.at aufzunehmen.
Laut Pfotenhilfe-Chefin Stadler häufen sich Fälle, in denen ungewollter Katzennachwuchs ausgesetzt wird. Dass ein Tier nun direkt vor einer Polizeiinspektion abgestellt wurde, sorgt bei der Organisation für besondere Verwunderung. "Die Leute werden immer dreister. Früher haben die Täter den ungewollten Nachwuchs ihrer illegal unkastrierten Katzen noch vor unserem Tor abgestellt, mittlerweile sogar schon vor der Polizei!", wundert sich Stadler.
„Die Leute werden immer dreister.“
Die Pfotenhilfe weist außerdem darauf hin, dass für das Aussetzen eines Tieres Geldstrafen von bis zu 7.500 Euro drohen können. Auch die Kosten für die Versorgung und tierärztliche Behandlung müssten von den Verantwortlichen ersetzt werden.
Bis zur weiteren Vermittlung muss "Inspektor Leo" zunächst die gesetzliche Fundfrist von einem Monat abwarten. Danach soll der junge Kater zur Adoption freigegeben werden. Wenn Leo alt genug ist, soll er außerdem kastriert werden. Damit will die Pfotenhilfe verhindern, dass aus einem weiteren ungewollten Wurf erneut ausgesetzte Katzen werden.