Der Frühling lockt mit warmen Tagen und ersten Sonnenstunden in den Garten. Doch erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner wissen: Die Zeit vor den Eisheiligen ist tückisch. Spätfröste können empfindlichen Pflanzen zusetzen – und mühsam vorgezogene Setzlinge binnen einer Nacht zerstören. Dennoch gibt es Gemüsearten, die den Schritt ins Freie schon jetzt gut verkraften.
Einige Gemüsearten sind erstaunlich widerstandsfähig gegenüber niedrigen Temperaturen. Dazu zählen klassische Frühjahrsgewächse wie Spinat, Radieschen, Karotten und Erbsen. Sie keimen bereits bei niedrigen Bodentemperaturen und vertragen auch leichten Frost.
Auch Zwiebeln und Knoblauch können bedenkenlos vor den Eisheiligen ins Beet gesetzt werden. Salate wie Pflück- oder Kopfsalat zeigen sich ebenfalls relativ kälteresistent – vorausgesetzt, sie wurden zuvor abgehärtet.
Ganz anders sieht es bei mediterranen oder tropisch geprägten Gemüsesorten aus. Paradeiser (Tomaten), Paprika, Gurken und Zucchini reagieren empfindlich auf Kälte und sollten keinesfalls vor den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden. Schon Temperaturen unter fünf Grad können ihr Wachstum dauerhaft beeinträchtigen.
Wer nicht warten möchte, kann auf geschützte Standorte wie Frühbeete oder Folientunnel ausweichen. Auch Vliesabdeckungen bieten einen gewissen Schutz vor nächtlicher Kälte.
Ein oft unterschätzter Schritt ist das sogenannte Abhärten. Dabei werden vorgezogene Pflanzen schrittweise an die Außenbedingungen gewöhnt. Tagsüber kommen sie ins Freie, nachts werden sie wieder ins Haus oder Gewächshaus gebracht. Dieser Prozess stärkt die Pflanzen und reduziert das Risiko von Kälteschäden.