Die Beziehung zu grauen Haaren ist für viele ein komplexes Thema: Während einige Menschen die weiße Mähne rocken, versuchen andere mit diversen Haarfärbemitteln die grauen Strähnchen zu kaschieren. Dabei gehört die schneeweiße Haarpracht zu einem natürlichen Teil des Alterungsprozesses – außer, man wird mit den grauen Härchen in seinen frühen Jahren bereits konfrontiert: Genetik, freie Radikale und Stress können Auslöser dafür sein, doch über einen Faktor wird kaum gesprochen, nämlich über die Ernährung.
Die Diät oder der Mangel an bestimmten Nahrungsmitteln können mitbestimmen, wann die grauen Strähnen auf dem Kopf erscheinen. "Ein Vitaminmangel kann zu vorzeitigem Ergrauen der Haare beitragen, indem er die Melaninproduktion beeinträchtigt und oxidativen Stress in den Haarfollikeln verursacht", erklärt Samantha Dieras, Krankenschwester am Mount Sinai Hospital, gegenüber "Vogue".
"Melanozyten (= Pigment-produzierende Zellen) können ohne Nährstoffe geschädigt werden und kaum funktionieren, was zu einem Verlust der Farbe führt", so sie. Dieras betont dennoch, dass Studien zwar zeigen, dass der Verzehr bestimmter Lebensmittel für die Re-Pigmentierung von grauem Haar hilfreich sein kann, diese jedoch nicht den Prozess stoppen können.
Elemente wie Kupfer und Silber sind entscheidend für die "Melaninsynthese" – ist der Kupfer- oder der Eisenspiegel im Körper zu niedrig, kann das zu einer verminderten Pigmentproduktion im Haar führen. Kartoffeln und Pilze sind reich an Kupfer.
Wer Meeresfrüchte und Fleisch liebt, kann sich an Austern und Rinderleber satt essen. Zu den Eisen-reichsten Lebensmitteln gehören rotes Fleisch, Hühnerfleisch und der Spinat.
Vitamine, vor allem das Vitamin D, ist für die Gesundheit der Haare essenziell: Ein Vitamin-D-Mangel kann für Haarausfall und vorzeitigem Ergrauen der Mähne sorgen. Auch Vitamin B12 ist ein weiterer Nährstoff, den das Haar für die Melaninproduktion benötigt: Ein B12-Mangel behindert die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel und verlangsamt die Farbbildung.
Muscheln, Hühnerleber und Sardinen sind wahrhaftige Vitamin B12-Bomben. Vitamin B9, auch bekannt als Folsäure, ist entscheidend für einen ordnungsgemäßen Stoffwechsel und eine einwandfreie DNA-Funktion.
Wer einen Mangel hat, wird Veränderungen an den Haaren und der Farbe feststellen: Spinat, Augenbohnen und Rinderleber gehören zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Folsäure-Gehalt.