Er war der Kleinste bei der großen Fohlenauktion im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn – und sorgte dennoch für einen der berührendsten Momente des Abends: Shetland-Hengst Kaiser Franz Joseph wurde für 24.000 Euro versteigert.
Das Besondere daran: Der gesamte Erlös kommt dem Kinderhospiz Lichtblickhof zugute. Dort werden Kinder mit schweren und lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien mit tiergestützter Hospizarbeit begleitet. Für das süße Pony war die Auktion damit ein Auftritt für den guten Zweck.
Seinen Namen bekam das braun gescheckte Shetland-Hengstfohlen aus dem Gestüt Finkstone in der Südsteiermark übrigens nicht zufällig. Die Community der Longines Global Champions Tour Vienna durfte vor dem Turnier per Social-Media-Abstimmung über den Rufnamen entscheiden. Die Wahl fiel auf Kaiser Franz Joseph – eine passende Anspielung auf Schloss Schönbrunn und dessen historische Verbindung zum einstigen Kaiser.
Am Samstag wurde aus dem Publikumsliebling schließlich ein Charity-Star.
Den Zuschlag erhielt der österreichische Investor und Bauingenieur Franz Alexander Kollitsch. Gemeinsam mit Eva Kollitsch will er mit dem Kauf die Arbeit des Lichtblickhofs unterstützen. "Als Kaiser Franz Joseph für den Lichtblickhof versteigert wurde, hat einfach vieles zusammengepasst", erklären die neuen Besitzer. In ihrer Familie habe der Name Franz Tradition, zudem trage eines ihrer aktuellen Immobilienprojekte den Projektnamen "Franz & Joseph".
„Der Kleinste, aber einer der wichtigsten.“
Auch Sonja Klima, Initiatorin und Co-Veranstalterin der LGCT Vienna, zeigte sich von der Charity-Aktion besonders berührt. "Kaiser Franz Joseph war heute zwar der Kleinste, aber für uns einer der wichtigsten", sagt Klima. Die 24.000 Euro bedeuteten konkrete Unterstützung für Kinder und Familien in schweren Zeiten. Dass gerade Pferde dabei eine besondere Rolle spielen können, macht die Aktion für Klima besonders passend.
Kaiser Franz Joseph war allerdings nicht das einzige Pferd, das an diesem Abend den Besitzer wechselte. Insgesamt wurden zwölf Warmblutfohlen – neun vom Westfälischen Pferdestammbuch und drei österreichische Warmblüter – präsentiert und versteigert.
Den Spitzenpreis erzielte das Hengstfohlen J-Nimon K. Für das auffällig gezeichnete Nachwuchspferd wurden stolze 75.000 Euro geboten. Insgesamt kamen bei der Auktion 326.500 Euro zusammen.