Österreichs Nationalteam hat in den ersten drei Spielen der Nations League sieben Punkte geholt, feierte 3:1-Siege gegen Israel in Linz, gegen den Kosovo in Wien und holte am Donnerstagabend ein 2:2-Remis gegen Irland. Damit führt Rot-Weiß-Rot die Tabelle der Nations-League-Gruppe B auch deutlich an.
In den drei Spielen rotierte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick ordentlich, brachte etwa drei unterschiedliche Tormänner zum Einsatz, probierte auch in der Innenverteidigung einiges aus. So sind in den bisherigen drei ÖFB-Auftritten stolze 26 Spieler zum Einsatz gekommen. Dabei war einer aber stets nur Zuschauer: Felix Bacher.
Der Legionär in Diensten von Olympique Lyon muss weiter auf sein ÖFB-Debüt warten. Zu Beginn des Lehrgangs stand Bacher zunächst gegen Israel nicht einmal im Kader, schmorte gegen den Kosovo und gegen Irland jeweils 90 Minuten auf der Bank – als einziger Feldspieler wartet er weiterhin auf Spielminuten. Zu groß ist die Konkurrenz auf der Innenverteidiger-Position mit Kevin Danso, David Affengruber, Philipp Lienhart, Maximilian Wöber oder Marco Friedl. Da muss sich Bacher hinten anstellen.
"Er hat im Training einen super Eindruck gemacht und mich auch als Persönlichkeit überzeugt. Er ist ein super Junge, ein ganz toller Typ", lobte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick den noch einsatzlosen Frankreich-Legionär vor dem Auswärtsspiel in Irland. "Wenn es eine Möglichkeit gibt, würde ich ihn spätestens am Sonntag zum Einsatz bringen", so der Deutsche. Die Möglichkeit bot sich in Dublin nicht. Gegen den Kosovo am Sonntag könnte es für Bacher dann aber die ersten Einsatzminuten im ÖFB-Dress geben.
Neben Bacher sind auch zwei Tormänner im laufenden Lehrgang ohne Einsatz geblieben: Lukas Jungwirth und Matteo Bignetti. Jungwirth sollte eigentlich am Sonntag in Pristina gegen den Kosovo im Tor stehen, musste allerdings zur U21, um dort den angeschlagenen Christian Zawieschitzky zu ersetzen. Sein Ersatz Bignetti wird wohl ebenso ohne ÖFB-Länderspiel bleiben.