Der Schock ist noch nicht verdaut: Ein 78-Jähriger soll in der Zeit zwischen Sonntagnachmittag und Montagvormittag seine Ehefrau (70) und den gemeinsamen Sohn (41) erstochen haben. Wann genau die Tat passiert ist, wird aktuell noch ermittelt.
Montagvormittag wurde die Familie in ihrem Haus in Enns (Bez. Linz-Land) gefunden. Der Verdächtige soll auch versucht haben, sich selbst das Leben zu nehmen. Entgegen ersten Meldungen dürfte er sich dabei aber nur leicht verletzt haben – er wurde ins Linzer Kepler-Uniklinikum gebracht.
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Mit offiziellen Informationen möchte sich die zuständige Staatsanwaltschaft Steyr jetzt erst einmal zurückhalten, hieß es am Dienstagvormittag gegenüber "Heute": "Wir wollen uns auf das Ermittlungsverfahren konzentrieren", so Sprecherin Melanie Kurz. Das laufe aktuell auf Hochtouren.
Fix ist: Bis morgen, Mittwoch, wird der Richter entscheiden, ob der Beschuldigte in Untersuchungshaft kommt. Beantragt wurde das schon am Dienstag von der Staatsanwaltschaft.
Aufgrund des Tatbestandes ist davon auszugehen, dass es auch dazu kommt. Wie berichtet hat sich der tatverdächtige 78-Jährige schon in seiner ersten Einvernahme geständig gezeigt. Auch die Tatwaffe dürfte fix sein: Ein Messer wurde sichergestellt.
Als mögliches Motiv steht aktuell Überforderung im Raum: Das Paar soll den beeinträchtigten gemeinsamen Sohn gepflegt haben. Die Behörden wollten das zum jetzigen Stand der Ermittlungen allerdings noch nicht bestätigen. So viel aber schon: Vor der Tat habe es einen Streit gegeben, erklärte die Staatsanwaltschaft.