78-Jähriger geständig

Ehefrau und Sohn erstochen – weiter viele Fragen offen

Grauenhafte Familientragödie in Enns: Ein 78-Jähriger soll seine Ehefrau und seinen Sohn getötet haben. Jetzt entscheidet der Richter über die U-Haft.
Oberösterreich Heute
28.10.2025, 10:31
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der Schock ist noch nicht verdaut: Ein 78-Jähriger soll in der Zeit zwischen Sonntagnachmittag und Montagvormittag seine Ehefrau (70) und den gemeinsamen Sohn (41) erstochen haben. Wann genau die Tat passiert ist, wird aktuell noch ermittelt.

Montagvormittag wurde die Familie in ihrem Haus in Enns (Bez. Linz-Land) gefunden. Der Verdächtige soll auch versucht haben, sich selbst das Leben zu nehmen. Entgegen ersten Meldungen dürfte er sich dabei aber nur leicht verletzt haben – er wurde ins Linzer Kepler-Uniklinikum gebracht.

Suizidgedanken? Hol dir Hilfe, es gibt sie.

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wenn Du unter Selbstmord-Gedanken, oder Depressionen leidest, dann kontaktiere bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 – täglich 0-24 Uhr!

Auch die Krisenhilfe OÖ ist rund um die Uhr unter 0732/2177 oder www.krisenhilfeooe.at erreichbar.

Entscheidung über U-Haft bis morgen

Mit offiziellen Informationen möchte sich die zuständige Staatsanwaltschaft Steyr jetzt erst einmal zurückhalten, hieß es am Dienstagvormittag gegenüber "Heute": "Wir wollen uns auf das Ermittlungsverfahren konzentrieren", so Sprecherin Melanie Kurz. Das laufe aktuell auf Hochtouren.

Fix ist: Bis morgen, Mittwoch, wird der Richter entscheiden, ob der Beschuldigte in Untersuchungshaft kommt. Beantragt wurde das schon am Dienstag von der Staatsanwaltschaft.

Aufgrund des Tatbestandes ist davon auszugehen, dass es auch dazu kommt. Wie berichtet hat sich der tatverdächtige 78-Jährige schon in seiner ersten Einvernahme geständig gezeigt. Auch die Tatwaffe dürfte fix sein: Ein Messer wurde sichergestellt.

Motiv noch unklar

Als mögliches Motiv steht aktuell Überforderung im Raum: Das Paar soll den beeinträchtigten gemeinsamen Sohn gepflegt haben. Die Behörden wollten das zum jetzigen Stand der Ermittlungen allerdings noch nicht bestätigen. So viel aber schon: Vor der Tat habe es einen Streit gegeben, erklärte die Staatsanwaltschaft.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 28.10.2025, 11:46, 28.10.2025, 10:31
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen