Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) sind in der ersten Novemberwoche zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch in China.
Begleitet werden sie von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation aus rund 50 Unternehmensvertretern – etwa von AVL List, Doppelmayr, Erste Group, RHI Magnesita, Andritz, Raiffeisen Bank International, Engel und Österreichische Post.
"China ist nicht nur einer der größten Märkte der Welt, sondern bietet auch enorme Chancen für heimische Unternehmen", erklärt Stocker.
"Als exportorientierte Volkswirtschaft hängt unser Wohlstand ganz wesentlich davon ab, dass unsere Unternehmen auch international erfolgreich sind", macht der Kanzler klar: "Deshalb setzen wir auf aktive Wirtschaftsdiplomatie, die Türen öffnet, österreichische Interessen vertritt und neue Partnerschaften ermöglichen soll."
„Wir wollen wirtschaftliche Chancen nutzen, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen.“Christian Stocker Bundeskanzler (ÖVP)
Das Potenzial für österreichische Unternehmen im China-Business ist groß. Bis 2030 sieht die Regierung zusätzliche Exportchancen von 5,4 Milliarden Euro – vor allem bei Maschinenbau, Automatisierung, Mikroelektronik und Umwelttechnologien.
"Das bedeutet mehr Aufträge, mehr Wertschöpfung und mehr Arbeitsplätze in Österreich", erklärt Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer.
Schon jetzt sind 650 heimische Unternehmen mit rund 900 Niederlassungen in China vertreten. Sie beschäftigen dort etwa 24.000 Menschen.
Erste Station der Reise war Shanghai. Dort traf Stocker unter anderem Bürgermeister Zhu Zhongming, besuchte ein Wirtschaftsforum und die riesige Importmesse CIIE. Auch ein Einblick in die Zukunft stand am Programm: Beim chinesischen Technologieunternehmen AGIBOT ließ sich die österreichische Delegation humanoide Roboter und künstliche Intelligenz vorführen.
Der Kanzler will zwar neue Geschäfte, aber nicht um jeden Preis. "Wir wollen wirtschaftliche Chancen nutzen, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen. Unser Ziel ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe von der Österreich und China gleichermaßen profitieren", betont Stocker.
Nach den Wirtschaftsterminen in Shanghai steht Peking im Mittelpunkt. Den politischen Höhepunkt der Reise bilden dort die Gespräche mit Staatspräsident Xi Jinping und Premierminister Li Qiang am 6. November.