Hunderte Liter Regen

"Es sieht nicht gut aus"! Flut-Unwetter treffen Italien

Heftiger Regen trifft Südfrankreich, bis zu 230 Liter sind bereits gefallen. Nun drohen auch rund um Genua enorme Mengen bis Mittwochfrüh.
20.10.2026, 12:50
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Nach der tödlichen Flut in Spanien trifft heftiger Gewitterregen nun Südfrankreich. In Saint-Chamas westlich von Marseille wurden innerhalb von 24 Stunden bereits bis zu 230 Liter Regen pro Quadratmeter gemeldet.

"Nach Spanien ist nun Südfrankreich dran", schreibt Meteorologe Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter auf X. Intensive Gewitterregen treffen demnach auf die Küste westlich von Marseille. Bis hinauf ins Département Gard könnten bis Dienstag (20. Oktober) regional 300 bis 500 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Die gemeldeten Messwerte zeigen, wie heftig die Niederschläge bereits ausfallen. In Teilen der südfranzösischen Mittelmeerküste kamen innerhalb von sechs Stunden mehr als 150 Liter pro Quadratmeter zusammen. Örtlich wurden sogar über 70 Liter in nur einer Stunde gemeldet.

Eine spätere 24-Stunden-Bilanz nennt bis zu 230 Liter, etwa in Saint-Chamas. Zum Zeitpunkt dieser Meldung hielten die heftigen Regenfälle in der Region weiter an.

Die Sintflut-Unwetter ziehen dabei weiter nach Westen, auch über Korsika öffnete der Himmel alle Schleusen: In nur zwei Stunden fielen 311 Liter Regen pro Quadratmeter in Solenzara! Das ist neuer nationaler Rekord in Frankreich.

Und auch für die italienische Küstenregion Ligurien zeigen Wettermodelle bis Mittwochfrüh enorme Niederschlagsmengen. "Es sieht nicht gut aus", warnt Ruhnau. Auch bei Genua seien enorme Regenmengen vom Mittelmeer möglich.

Die beiden vorliegenden Modellkarten zeigen übereinstimmend einen ausgeprägten Regenschwerpunkt an der ligurischen Küste. Besonders auffällig ist der Bereich um Savona westlich von Genua. Dort berechnen beide Modelle örtlich mehrere Hundert Liter akkumulierten Niederschlag pro Quadratmeter bis Mittwochvormittag.

Zuvor forderte die Flut in Spanien vier Tote

Wie berichtet, hatten schon zuvor extreme Regenfälle im Südosten Spaniens schwere Überschwemmungen ausgelöst. In Forna wurden innerhalb von 24 bis 48 Stunden bis zu 720 Liter pro Quadratmeter gemessen – mehr als in Wien durchschnittlich während eines ganzen Jahres fällt.

Flüsse traten über die Ufer, Straßen und Ortschaften wurden überflutet. Besonders betroffen waren die Region Valencia und der Norden der Provinz Alicante. Nach den bisherigen Meldungen kamen vier Menschen ums Leben.

Diskussion um Schnee-Warnung in Südtirol

In Südtirol sorgt daneben eine bei Google angezeigte Warnung vor "extremer Schnee- und Eisgefahr" für Kritik. Die regionale Wetterseite "Wetterwarnungen Südtirol" hält die pauschale Darstellung für irreführend.

Nach ihrer Einschätzung fällt beim bevorstehenden Niederschlagsereignis überwiegend Regen. Die Schneefallgrenze soll zunächst bei 2.600 bis 2.800 Metern liegen und erst gegen Ende sinken.

Für Südfrankreich und Ligurien stehen unterdessen die enormen Regenmengen im Mittelpunkt. Wie hoch die Summen örtlich tatsächlich ausfallen, wird sich im weiteren Verlauf bis Mittwochfrüh zeigen.

red, 20.10.2026, 12:50