Prozess um Postenschacher

Es wird ernst – VP-Wöginger muss erneut vor Gericht

Er hatte sich zu früh gefreut: VP-Klubchef August Wöginger muss sich noch einmal vor Gericht verantworten. Es geht um den Vorwurf des Postenschachers.
Oberösterreich Heute
09.02.2026, 03:00
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Der streitbare Politiker durfte Mitte Oktober zunächst aufatmen: Nach schweren Anschuldigungen einigte man sich auf eine außergerichtliche Diversion samt Geldbußen für Wöginger und die beiden weiteren Angeklagten.

Worum ist es in dem Linzer Prozess gegangen? Der Klubobmann soll für einen Parteifreund um eine wichtige Funktion interveniert haben. Er sei beim früheren Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, mehrmals vorstellig geworden, um seinen Intimus an die Spitze des Finanzamts Braunau zu hieven.

Die Verhandlung am Landesgericht fand unter enormem Zuschauer- und Medieninteresse statt – und endete schnell und überraschend: Die drei Beschuldigten übernahmen die Verantwortung, wie es auf Amtsdeutsch heißt, und kamen, so schien es, mit einem blauen Auge davon.

Im Dezember dann die Überraschung: Das Oberlandesgericht Linz hob den Beschluss der Diversion auf. Dem Erstgericht wurde damit die Fortsetzung des Verfahrens aufgetragen. Ab kommendem Mittwoch wird wieder verhandelt.

„Natürlich bleibe ich Klubobmann.“
August Wöginger

Der Ausgang des Verfahrens wird mit großer Spannung erwartet. Wöginger weist nach wie vor jede Schuld von sich. Die Diversion habe er nur angenommen, um "schnell zu seiner Arbeit zurückkehren zu können". An Rücktritt denkt der 51-Jährige nicht: "Natürlich bleibe ich Klubobmann."

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