Ex-Kanzler Sebastian Kurz baut sein Netzwerk weiter aus: Gemeinsam mit Investor Alexander Schütz beteiligt er sich an einem Investment- und Beratungsunternehmen. Die Anteile sind klar verteilt. Darüber berichtet die "Krone" am Dienstagabend.
Abseits von Parteipolitik und öffentlicher Bühne setzt Sebastian Kurz zum Jahresausklang neue wirtschaftliche Akzente. Der frühere ÖVP-Chef hat sich an einem Beratungs- und Investmentunternehmen beteiligt – gemeinsam mit einem langjährigen Wegbegleiter aus der Wirtschaft.
Nach Recherchen der "Krone" ist Kurz seit November am Unternehmen Aquileia Partners beteiligt. Er hält persönlich 15 Prozent der Anteile an der Investment- und Beratungsgesellschaft.
Der größte Anteilseigner ist der C-Quadrat-Gründer und frühere ÖVP-Spender Alexander Schütz mit 30 Prozent. Weitere 20 Prozent liegen bei der AS²K Beteiligungs GmbH, einer gemeinsamen Gesellschaft von Schütz und Kurz. Damit verfügen die beiden gemeinsam über die Mehrheit an Aquileia Partners.
Die verbleibenden 35 Prozent befinden sich in den Händen der beiden Firmengründer und Geschäftsführer. Jakob Schwann hält 25 Prozent, David Waschnig besitzt 10 Prozent.
Auf der Website von Aquileia Partners werden Sebastian Kurz und Alexander Schütz als neue Investoren und "strategische Partner" präsentiert. Dort heißt es, man investiere "eigenes Kapital mit ausgewählten Partnern". Außerdem wird betont: "jedes Engagement verstehen wir als Partnerschaft, die auf Vertrauen und Transparenz basiert".
Ein Sprecher von Sebastian Kurz hält sich zu Details bedeckt. Er erklärt lediglich, Aquileia Partners konzentriere sich "auf nationale wie internationale Investitionen in private und öffentliche Märkte mit deutlichem Aufwärtspotenzial". Zusätzlich werde "Unternehmern und Family Offices unabhängige Beratung zu finanziellen und strategischen Fragestellungen" angeboten.