Polizei schlägt Alarm

Fiese Masche: Fremde lesen bei WhatsApp heimlich mit!

Alarmstufe Rot beim beliebten Messenger: Die Kriminalpolizei warnt vor der Betrugsmasche "Ghost Pairing". Was das ist, was daran so gefährlich ist.
Team Wirtschaft
18.09.2026, 08:36
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"Hallo, könntest du bitte für Eliska abstimmen? Sie ist die Tochter meiner Freunde, der erste Preis ist ein kostenloser Tanzkurs, und das ist sehr wichtig für sie!"

Was klingt wie eine alltägliche, herzliche Bitte aus dem Freundeskreis, ist der Beginn einer eiskalten Abzocke. Aus aktuellem Anlass schlägt die Kriminalpolizei Köln (Deutschland) Alarm: Die Ermittler bearbeiten derzeit mehrere Fälle einer Betrugsform namens "Ghost Pairing", mit der Kriminelle WhatsApp-Konten unbemerkt spiegeln.

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So funktioniert die raffinierte Masche

Die Gauner gehen dabei extrem raffiniert vor. Zunächst übernehmen sie ein fremdes Konto und geben sich in weiterer Folge als Tochter, Sohn, Freundin oder Bekannter aus. Anschließend bitten sie ihre Zielpersonen darum, einen Link anzuklicken oder einen QR-Code zu scannen und als Bestätigung eine Geräteverknüpfung freizugeben. Wer glaubt, lediglich an einem harmlosen Voting teilzunehmen, tappt mitten in die Falle: In Wahrheit koppelt das Opfer das eigene WhatsApp-Konto direkt mit dem Smartphone des Täters.

So prüfst du, ob jemand mitliest

Das Perfide an dieser Methode: WhatsApp läuft auf dem eigenen Telefon ganz normal weiter, weshalb der Angriff im Alltag so schwer erkennbar bleibt. Im Hintergrund haben die Kriminellen jedoch längst vollen Zugriff. Die Täter können dann nicht nur heimlich alle privaten Nachrichten mitlesen oder löschen, sondern auch im Namen des ahnungslosen Nutzers mit dessen Kontakten chatten – und diese um Geldüberweisungen anbetteln.

Wer den Verdacht hegt, dass Fremde bereits im eigenen Chatverlauf schnüffeln, kann das in Sekundenschnelle überprüfen. Im Menü der App lässt sich unter Profil der Punkt "Verknüpfte Geräte" einsehen. Taucht dort ein unbekanntes Smartphone oder ein verdächtiger Computer auf, sollte man dieses Gerät umgehend abmelden.

Polizei rät zu mehr Vorsicht

Um sich gar nicht erst in Gefahr zu begeben, rät die Polizei zur strikten Vorsicht: Niemals Links öffnen oder Codes scannen, deren Ursprung nicht zweifelsfrei geklärt ist. Vor allem dürfen niemals Kopplungscodes oder Geräteverknüpfungen freigegeben werden, die man nicht selbst aktiv veranlasst hat.

Wenn Freunde oder Verwandte plötzlich um Geldüberweisungen oder Code-Bestätigungen bitten, hilft nur eines: Die Person anrufen und nachfragen. Wurde bereits ein Schaden angerichtet, führt der direkte Weg zur Polizei, um Anzeige zu erstatten.

tmw,18.09.2026, 08:36