Der österreichische Wald kommt heuer in ungewöhnlicher Form ins Glas.
Für die Waldbier-Edition 2026 haben die Österreichischen Bundesforste und Braumeister Axel Kiesbye junge Fichtenwipferl mit Haarmützenmoos kombiniert. Das Bier trägt passenderweise den Namen "Fichte & Moos". Erstmals gibt es zudem eine alkoholfreie Variante "Astrein".
Die Zutaten stammen von Flächen der Bundesforste im Salzburger Pinzgau. Bereits im Frühjahr sammelten Kiesbye, ÖBf-Revierleiter Franz Gruber und dessen Team in einem Bergwald bei Bruck an der Glocknerstraße rund zwölf Kilogramm junge Fichtenwipferl und zwei Kilogramm Haarmützenmoos. Geerntet wurde von Hand.
"Das Haarmützenmoos ist ein häufiger Begleiter in fichtenreichen Wäldern. Die Moosart profitiert von den sauren und feuchten Standortbedingungen, die durch Fichtenbestände und ihre Nadelstreu geprägt werden.
Gleichzeitig erfüllt es wichtige Funktionen im Ökosystem: Als Pionierpflanze trägt es zur Humusbildung bei, kann ein Vielfaches seines Eigengewichts an Wasser speichern und unterstützt damit auch die Stabilisierung des Waldbodens", erläutert Andreas Gruber, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der Österreichischen Bundesforste.
Auch die Farbe des Bieres soll an einen moosbewachsenen Fichtenwald erinnern. Durch Karamellmalz fällt sie waldhonigfarben bis rötlichbraun aus. Ergänzt werden die Waldzutaten durch Malz und den fruchtigen Calypso-Hopfen.
"Das Haarmützenmoos bringt leicht bittere Noten mit, während die Fichtenwipferl für harzig-nussige Aromen sorgen. Gemeinsam mit den Malzen und dem fruchtigen Hopfen entsteht ein vielschichtiges Bier, das sich auch über die Jahre weiterentwickeln kann. Mit zunehmender Reife werden sich die Aromen in Richtung Dörrobst und Cognac verändern", so Braumeister Kiesbye.
Gebraut wurde die unfiltrierte Edition im Juni in der Trumer Privatbrauerei in Obertrum bei Salzburg. Anschließend wurde sie kalt gelagert und dadurch auf natürliche Weise geklärt. Das Bier enthält 6,5 Volumenprozent Alkohol und kann laut den Produzenten mehrere Jahre gelagert werden.
Nach 16 Jahren wird die Reihe erstmals um eine alkoholfreie Sorte ergänzt. Das neue Bier mit dem Namen "Astrein" enthält weniger als 0,5 Volumenprozent Alkohol. Verwendet werden dafür Fichtenwipferl, Holunderblüten und Waldhonig.
Geschmacklich unterscheidet sich die alkoholfreie Variante deutlich von der klassischen Edition. Laut Beschreibung der Hersteller erinnert das Ergebnis stellenweise an Limonade und weist zudem eine leichte Marzipannote auf. Die Bitterkeit des Hopfens soll die süßen und sauren Bestandteile ausgleichen. "Wir wollten keinen Ersatz für unsere klassische Jahrgangsedition schaffen, sondern ein Bier mit einem ganz eigenen Geschmacksprofil", erklärt Kiesbye.
"Fichte & Moos" wird in begrenzter Menge hergestellt und in Flaschen mit 0,75 sowie 0,33 Litern abgefüllt. Das alkoholfreie "Astrein" gibt es ausschließlich in der 0,33-Liter-Flasche.
Erhältlich sind beide Sorten über den Online-Shop der Kiesbye Naturbrauerei und im ausgewählten Fachhandel.