dm Hygiene-Report 2026

Öffi-Mief & Klo-Ferkel: So sauber sind die Österreicher

Fast jeder hält sich für porentief rein, doch die nackten Zahlen zeigen: Viele wechseln ihre Unterhosen nicht täglich und meiden Seife nach dem Klo.
Team Wirtschaft
17.09.2026, 18:39
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Österreich wähnt sich als Saubermann- bzw. Sauberfrau-Nation: 94 Prozent sagen, persönliche Hygiene sei ihnen wichtig. Weitere 73 Prozent achten darauf, nicht allzu sehr zu müffeln.

Doch wer genauer hinsieht – oder auch hinriecht –, erlebt sein blaues Wunder. Der neue "dm Hygiene-Report 2026" von IMAS fördert jedenfalls Verhaltensweisen zutage, die vor allem Mitreisenden in den Öffis regelmäßig auf den Magen schlägt.

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60 Prozent gruselt’s in den Öffis

"Das Hygienebewusstsein ist unter der österreichischen Bevölkerung sehr hoch, es zeigen sich aber auch Wissenslücken zur persönlichen Hygiene. Dies führt oft dazu, dass man manche Mitmenschen insbesondere im öffentlichen Verkehr oft zu viel riecht", stellt IMAS-Experte Paul Christian Eiselsberg ungeschminkt fest. Die Zahlen geben ihm recht: Nur mickrige 40 Prozent halten ihre Sitznachbarn in Bus und Bim für sauber, stolze 20 Prozent sind von der Hygiene der anderen Passagiere hingegen regelrecht angeekelt.

Luft nach oben auch bei den Kollegen

Etwas besser sieht’s am Arbeitsplatz aus – allerdings ebenfalls mit viel Luft nach oben: Immerhin 59 Prozent sind mit der Hygiene ihrer Kollegen mehr oder weniger happy. Heißt im Umkehrschluss: 41 Prozent sind mit deren Zugang zur Sauberkeit nicht wirklich glücklich. Am besten läuft’s im eigenen Zuhause mit 89 Prozent. Bedeutet aber auch hier: 11 Prozent leiden.

Nur 78 Prozent wechseln täglich Unterwäsche

Insgesamt kein Wunder beim Zugang vieler zum Thema frische Kleidung: Nur 78 Prozent wechseln täglich ihre Unterwäsche. Umgerechnet bedeutet das, dass sich über 1,5 Millionen Menschen hierzulande am Morgen wieder in die getragene Unterhose vom Vortag schälen – sechs Prozent behalten dieselbe Wäsche sogar länger als eine ganze Woche an!

Bei den Socken sieht es kaum besser aus: 30 Prozent wechseln ihre Strümpfe nicht jeden Tag, sieben Prozent tragen dasselbe Paar tagelang durch. Auch bei der Bettwäsche klappt es mit der Hygiene nicht. Gerade einmal 21 Prozent der Befragten wechseln sie einmal pro Monat.

Was das Duschen betrifft: Im Schnitt stellen sich die Menschen in Österreich 6,4 Mal pro Woche unter die Brause – allerdings duschen 32 Prozent, also ein Drittel, nicht täglich.

13 Prozent sind Klo-Ferkel

Den ultimativen Ekel-Faktor gibt es am stillen Örtchen: Gruselige 13 Prozent waschen sich nach dem Klo-Gang nicht immer die Hände. Nach dem Händeschütteln greifen sogar nur magere 15 Prozent regelmäßig zu Wasser und Seife. Wie Eiselsberg betont, hänge Händewaschen stark von der Situation ab: Nach der Toilette sei es für viele zwar ein fixes Ritual, nach dem Begrüßungs-Handschlag oder vor dem WC-Besuch passiere es aber selten.

Sogar in der Küche wird geschlampt: 33 Prozent verzichten vor dem Kochen, 41 Prozent vor dem Essen aufs Händewaschen. Weitere 34 Prozent sehen auch nach dem Hantieren mit rohem Fleisch keinen Grund dafür zur Seife zu greifen.

tmw,17.09.2026, 18:39
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