Nach dem verheerenden Waldbrand im Lesachtal verdichten sich die Hinweise auf die mögliche Ursache: Ermittler gehen davon aus, dass unsachgemäß entsorgte Zigarettenreste das Feuer ausgelöst haben könnten.
Das Landeskriminalamt und die Brandverhütungsstelle konnten mithilfe von Zeugenaussagen und Luftbildaufnahmen den Brandausgangspunkt am Xaveriberg im Waldgebiet Promeggen lokalisieren. Genau dort waren am Tag des Ausbruchs Forstarbeiter mit Aufforstungsarbeiten beschäftigt.
Laut Ermittlungen besteht der Verdacht, dass "der nicht sachgemäße Umgang mit Rauchwarenresten sowie die nicht ordnungsgemäße Entsorgung von Aschenresten der konsumierten Zigaretten" den Brand verursacht haben. Drei Personen stehen im Verdacht, im Zuge ihrer Tätigkeit als Forstarbeiter eine fahrlässige Feuersbrunst ausgelöst zu haben.
Wie hoch der Schaden ist, lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Die Ermittlungen, darunter auch die genaue Klärung der Brandursache, sind weiterhin im Gange.
Der Brand war am Donnerstag (23. April) am Abend entdeckt worden. Bewohner auf der gegenüberliegenden Talseite schlugen Alarm und verständigten die Einsatzkräfte. Aufgrund des steilen Geländes gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig, das Feuer konnte sich rasch ausbreiten. Rund 60 Hektar Waldfläche wurden laut bisherigen Erkenntnissen in Mitleidenschaft gezogen.
Im Großeinsatz standen mehrere Hubschrauber des Innenministeriums sowie des Bundesheeres, zahlreiche Feuerwehren mit über 200 Kräften, Flughelfer und das Rote Kreuz. Auch in den Folgetagen wurden zusätzliche Luftunterstützungen angefordert.
Am Mittwoch wurden die Nachlöscharbeiten fortgesetzt. Neben den Löschmaßnahmen der Feuerwehr sorgten auch Regenschauer für eine Entspannung der Lage. 150 Kräfte waren im Einsatz, um unter anderem Glutnester auf dem 110 Hektar großen Gelände auszugraben und abzulöschen.