Gerichtsurteil ist da

Flug 17 Minuten zu spät – Techniker bekommt 24.000 Euro

Eine kurze Verspätung führte zur Kündigung eines Flugzeugmonteurs. Ein Gericht erklärte das nun für unrechtmäßig.
Newsdesk Heute
09.08.2026, 20:30
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Nur 17 Minuten Verspätung – dafür verlor ein Flugzeugmonteur seinen Job.

Doch der Fall landete vor Gericht und endete für den Mann mit einem Erfolg. Er erhält nun eine Entschädigung von umgerechnet mehr als 24.000 Euro.

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Der Vorfall ereignete sich in der australischen Stadt Brisbane. Kurz vor dem Abflug eines Flugzeugs der Fluggesellschaft Singapore Airlines bemerkte der Techniker ein technisches Problem. Um den Fehler zu beheben, entschied er sich, ein Computersystem der Maschine neu zu starten. Dadurch verzögerte sich der Start des Flugzeugs um 17 Minuten.

Für die Fluggesellschaft war das ein schwerwiegender Fehler. Sie warf dem Mitarbeiter vor, die vorgeschriebenen Abläufe nicht eingehalten zu haben, und sprach die Kündigung aus.

Der Monteur akzeptierte das jedoch nicht. Er argumentierte, aus Sicherheitsgründen richtig gehandelt zu haben, und zog vor Gericht. Dort bekam er Recht. Das Gericht sprach ihm eine Entschädigung von umgerechnet mehr als 24.000 Euro zu.

In der Begründung hielt das Gericht fest, dass bei solchen Entscheidungen nicht nur die Folgen eines Vorfalls beurteilt werden dürften. Vielmehr müsse auch berücksichtigt werden, warum ein Mitarbeiter gehandelt habe und unter welchen Umständen die Entscheidung getroffen wurde.

Gerade Flugzeugtechniker stünden täglich unter großem Druck. Sie müssten dafür sorgen, dass Maschinen pünktlich starten, gleichzeitig aber keine Kompromisse bei der Sicherheit eingehen. In diesem Spannungsfeld dürfe eine Entscheidung, die aus Sicherheitsgründen getroffen werde, nicht allein wegen einer kurzen Verspätung zum Verlust des Arbeitsplatzes führen.

red,09.08.2026, 20:30