Neues Integrationsprogramm

Fünf Tage Kurs – diese Integrationsregeln gelten jetzt

Bundesministerin Claudia Plakolm (ÖVP) präsentierte den Werteteil des neuen verpflichtenden Integrationsprogramms der Regierung.
Newsdesk Heute
13.11.2025, 09:20
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Bundesministerin Claudia Plakolm hat am Donnerstag (13. November) das neue verpflichtende Integrationsprogramm der Bundesregierung vorgestellt – und setzt dabei klar auf drei Säulen: Deutsch, Arbeit und Werte.

"Integration ist kein Angebot, sondern eine Verpflichtung", betont die Ministerin. "Denn wer bei uns bleiben will, soll wissen, wofür Österreich steht und wofür Österreich niemals stehen wird", so Plakolm.

Mit 5-tägigem Wertekurs zum Österreicher

Österreich sei ein Land, in dem Meinungsfreiheit gilt, Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Kinder ohne Angst zur Schule gehen können und Freiheit mehr ist als nur ein Wort im Wörterbuch ist. "Damit das so bleibt, braucht es klare Regeln, Respekt und das Bewusstsein, dass Rechte immer auch Pflichten bedeuten", so die Ministerin bei der Präsentation, gemeinsam mit dem Direktor-Stellvertreter des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) Roland Goiser.

„Das ist kein Schuhplattler-Kurs, sondern ein Demokratie-Kurs zu unseren freien, westlichen Werten“
Claudia PlakolmIntegrationsministerin (ÖVP) zum Wertekurs

Das verpflichtende Werte-Programm wird ausgeweitet, es umfasst künftig einen fünftägigen Werte- und Orientierungskurs sowie zusätzliche vertiefende Module. Die Inhalte sind praxisnah: Sprache, Respekt, Arbeit, Sicherheit und Zugehörigkeit: "Das ist kein Schuhplattler-Kurs, sondern ein Demokratie-Kurs zu unseren freien, westlichen Werten", so Plakolm.

Am Ende des Kurses unterzeichnen die Teilnehmer die Integrationserklärung, ein persönliches Bekenntnis zu Österreich, seinen Traditionen und Werten.

Wer diese Vereinbarung unterschreibt, erkennt die Gesetze über jeder Religion an, lehnt Antisemitismus ab und bekennt sich zu Freiheit, Gleichberechtigung und Respekt. Verstöße können bis hin zu Leistungskürzungen oder dem Entzug des Aufenthaltstitels führen.

Wer die Integrationsvereinbarung unterschreibt, bekennt sich in vollem Umfang zu Österreich und seinen Werten und dazu – mit allen Pflichten, die das mit sich bringt.
Hertel

Der fünftägige Wertekurs und seine Themenbereiche

Tag 1 – Deutsch & Bildung: Sprache lernen, Abschlüsse anerkennen, Bildungschancen nutzen.

Tag 2 – Arbeit & Eigenverantwortung: Job finden, Steuern zahlen, Verantwortung übernehmen.

Tag 3 – Staat & Demokratie: Rechtsstaat, Gleichberechtigung, Zusammenleben verstehen.

➤ Tag 4 – Sicherheit & Zusammenleben: Polizei, friedliches Miteinander, Antisemitismusprävention.

Tag 5 – Zugehörigkeit & Engagement: Ehrenamt, Kultur, Traditionen und Mithelfen als Teil des Zusammenhalts.

Zusätzlich gibt es neue Vertiefungsseminare zu Gewaltprävention, Sicherheit im Internet, Gleichberechtigung ("Mein Leben als Frau in Österreich") und praktische Praxistage bei Polizei, Parlament, Museen oder Gedenkstätten.

Auch individuelle Beratung zu Arbeit, Bildung, Familie und Gesundheit soll Integration greifbar machen.

"Wer das nicht teilt, kann hier nicht auf Dauer bleiben"

Die jüngste OGM-Wertestudie bestätigt den Kurs: Österreicher legen großen Wert auf Selbstbestimmung, Sicherheit, Ordnung, Höflichkeit und die Pflege kultureller Traditionen – und erwarten dasselbe von allen, die dauerhaft in Österreich leben wollen.

"Wir wollen keine Parallelgesellschaften, sondern eine Gesellschaft, die zusammenhält. Wer bei uns leben will, muss wissen, wofür Österreich steht – für Demokratie, Gleichberechtigung, Rechtsstaatlichkeit und Respekt. Wer das nicht teilt, kann hier nicht auf Dauer bleiben", betont Plakolm abschließend.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.11.2025, 11:28, 13.11.2025, 09:20
Jetzt E-Paper lesen