Menschen kommen zuweilen auf wirklich merkwürdige Ideen: Mitten in München wurde Hahn "Micki" in einem winzigen Käfig auf einem Privatbalkon angekettet, um mit ein paar Artgenossen früher oder später dick und rund auf dem Teller zu landen. Man kann jetzt freilich Vergleiche zu den schrecklichen Haltungsbedingungen in der Mast ziehen, aber die Tierschutzgesetze greifen zumindest eher in diesem Fall.
Doch nicht nur "Mickis" Geschichte ist sehr traurig, da der unterernährte Hahn mit seinen Kollegen auf Urin und Kot durchweichtem Karton der Kälte trotzen musste. Auch zwei weitere Hähne namens "Apocalypso" und "Drachenlord" wurden nur durch großes Glück mitten in einem Wald entdeckt, wo man sie offenbar ausgesetzt hatte.
Das Tierheim München hat sich natürlich den drei "Kikerikis" sofort angenommen und sie ordentlich aufgepäppelt, damit sie innerhalb kürzester Zeit zu stattlichen Hähnen werden konnten. Auch wenn man die männlichen Vögel meist nur in sehr ländlichen Gebieten halten darf, ob der frühmorgendlichen "Weckerfunktion", ist man doch zuversichtlich, dass alle drei einen schönen Platz bei einer feschen Hühnerschar bekommen.