Nations-League-Bilanz

Herzog-Ansage: Er wird "das Um und Auf" im ÖFB-Team

Österreichs Nationalteam führt die Nations-League-Gruppe B3 nach den ersten vier Spielen an. Experte Andi Herzog sieht einen Star als Schlüssel.
Sport Heute
07.10.2026, 16:25
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Vier Spiele, acht Punkte – Österreichs Team ist in der Nations League ungeschlagen geblieben. Und der Aufstieg ist in Griffweite. Mit einem Sieg im kommenden Lehrgang im November gegen Irland ist Platz eins sicher, und damit auch das große Ziel, die Rückkehr in die A-Liga der Nations League zu schaffen.

Nach den deutlichen Heimerfolgen gegen Israel und Kosovo (jeweils 3:1), gab es zwei Auswärts-Remis – ein 2:2 nach 0:2-Rückstand in Irland, ein 1:1 auf dem "Acker" von Pristina gegen den Kosovo. Auch wenn die Ergebnisse durchaus respektabel waren, war nicht alles Gold, was glänzt. "Wir sind Erster, wir werden die Gruppe auch gewinnen. Spielerische Weiterentwicklung hat es nicht gegeben, war jetzt auch nicht so zu erwarten", sagte Ex-Teamspieler Andreas Herzog in seinem Podcast "Herzerl mit Janko". "Gegen Kosovo war es nicht so berauschend, aber solche engen Spieler verlieren wir immerhin nicht. Das ist schon positiv", so der Experte weiter.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Das wird es nicht spielen"

"Wir waren bei der WM, haben eine sehr, sehr gute Generation. Wir sind die Nummer 22 in der Weltrangliste, Irland ist die Nummer 56, Israel ist 76., Kosovo ist 77. Wir haben die Favoritenrolle angenommen, haben sie annehmen müssen. Wir werden die Gruppe auch gewinnen, etwas Anderes war nicht zu erwarten", meinte Herzog. Es würde spielerisch "manchmal ganz gut" ausschauen, "manchmal schlechter".

Dass man aber nach der so kräftezehrenden WM und dem Nations-League-Viererpack "gleich ganz eine andere DNA" habe, "das wird es nicht spielen. Mit der Energie, Leidenschaft, Laufbereitschaft können wir die Spiele in unsere Richtung lenken, dann können wir die Gruppe auch gewinnen", meinte der 103-fache ÖFB-Teamspieler. Doch gerade beim Kräftemessen mit den Besten der Welt seien dem Team die Grenzen aufgezeigt worden. "Spanien und Argentinien haben gezeigt, dass wir spielerisch etwas dazulegen müssen", so Herzog.

Er wird "das Um und Auf"

Einige Spieler hätten jedenfalls aufgezeigt. Und wenn es nach Herzog geht, gibt es einen Kicker, der künftig das ÖFB-Spiel besonders prägen werde: "Sasa Kalajdzic wird das Um und Auf. Man hat es bei jedem einzelnen Spiel gesehen: Mit seiner Größe, seinen langen Beinen, seiner Torgefahr, seiner Kombinationssicherheit – da können wir nur die Daumen drücken, dass er von Monat zu Monat besser wird. Dann ist er der Unterschiedspieler, den die Mannschaft braucht und den auch jede gute Mannschaft hat", so Herzog.

Er würde vor allem auch Kalajdzic gemeinsam mit Michael Gregoritsch spielen lassen. "Das ist fast nicht zu verteidigen. Als Innenverteidiger die zwei zu verteidigen, das ist der absolute Horror. Dann müssen aber mehr und bessere Flanken kommen", so Herzog. Vor diesem Duo könnten Gegner dann auch "Angst haben". "Die denken sich: Die Twin Tower stehen da vorne drinnen", schmunzelte Herzog. "Dann kannst du erfolgreich sein und musst auch nicht so kombinationssicher und individuell stark sein. Da haben wir zusätzlich eine Waffe", so der Ex-Kicker weiter.

Trotzdem betonte Herzog: "Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, unseren Ansprüchen gerecht werden wollen und mal wieder träumen wollen, da muss schon ein Schritt nach vor kommen."

red,07.10.2026, 16:25