"Schwebender Schrecken"

Hochgiftige Tiere treiben heran! Länder sperren Strände

Nach Portugal trifft es auch Frankreich: Wegen Portugiesischer Galeeren wurden an Atlantik-Stränden Abschnitte gesperrt.
Newsdesk Heute
03.08.2026, 11:35
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An Europas Atlantikküste wächst die Sorge vor der Portugiesischen Galeere (Physalia physalis). Das blau-violette Meerestier, auf Englisch auch als "Floating Terror" (dt. "Schwebender Schrecken") bekannt, wurde in mehreren Urlaubsregionen gesichtet. Die Folge: Badebereiche wurden vorsorglich gesperrt.

Betroffen sind laut Medienberichten vor allem Abschnitte an der französischen Atlantikküste sowie Strände in Portugal. In Frankreich wurden unter anderem Mimizan, Ilbarritz bei Biarritz und Küstenbereiche im Baskenland genannt. Auch in der Bretagne sowie im Département Landes gab es Warnungen und Sperren.

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Portugiesische Galeeren halten sich durch ihre auffällige Luftblase an der Wasseroberfläche.
imago images/Ardea

Besonders konkret ist die Lage im französischen Südwesten: Zwischen Bidart und Anglet im Baskenland sollen mehrere Strände gesperrt worden sein. In Mimizan wurde ein Strand laut den vorliegenden Angaben vollständig gesperrt. In Ilbarritz nahe Biarritz wurden ebenfalls Tiere gesichtet.

Auch Portugal meldete Sichtungen der Portugiesischen Galeere. Dort wurden nach den vorliegenden Informationen einzelne Strandabschnitte vorsorglich geschlossen. Das ist ein Bürgerwissenschaftsprojekt zur Überwachung gallertartiger Organismen namens GelAvista meldete am Sonntag eine Sichtung am Praia da Areia auf der Azoren-Insel Corvo.

Berührung brandgefährlich

Die Portugiesische Galeere wird oft für eine Qualle gehalten. Tatsächlich handelt es sich biologisch um eine Kolonie spezialisierter Polypen. Gefährlich sind vor allem die langen, im Wasser schwer sichtbaren Tentakel. Sie können starke Schmerzen, brennende Hautreizungen und rote Striemen auslösen. In seltenen Fällen sind auch schwere allergische Reaktionen möglich.

Gefährlich sind vor allem die langen Tentakel – auch noch Tage nach dem Tod des Tieres.
IMAGO/Mary Evans

Tückisch ist die Gefahr auch am Strand: Selbst tote Tiere oder abgerissene Tentakel können noch mehrere Tage giftig bleiben. Behörden warnen daher davor, die Tiere zu berühren – auch dann nicht, wenn sie reglos im Sand liegen.

Soforthilfemaßnahmen

Bei einem Kontakt soll das Wasser sofort verlassen werden. In den vorliegenden Berichten wird geraten, betroffene Stellen mit Meerwasser abzuspülen, sichtbare Tentakel vorsichtig zu entfernen und bei starken Schmerzen, Atembeschwerden oder anderen schweren Symptomen medizinische Hilfe zu holen. Maßgeblich bleiben die lokalen Hinweise von Rettungskräften und Strandaufsicht.

Weshalb sie sich ausbreiten

Warum die Tiere derzeit häufiger auftauchen, wird in den Berichten unter anderem mit steigenden Meerestemperaturen, veränderten Strömungen und dem Rückgang natürlicher Fressfeinde wie Thunfisch erklärt. Sicher ist: An betroffenen Küstenabschnitten gilt derzeit erhöhte Vorsicht.

Für den Urlaub bedeutet das: Warnflaggen, Sperren und Hinweise an den Stränden sollten strikt beachtet werden. Auffällige blau-violette Tiere im Wasser oder am Strand sollten gemeldet und keinesfalls berührt werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.08.2026, 12:49, 03.08.2026, 11:35