Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu. Während US-Präsident Trump einerseits von Verhandlungen spricht, droht er andererseits mit einem "Endschlag" und verlegt Luftlande-Einheiten in den Nahen Osten.
Nun verschärft auch der Iran seine Tonart weiter und droht jetzt offen damit, eine weitere zentrale Handelsroute zu blockieren und so die Weltwirtschaft ins Wanken zu bringen: Den Suezkanal.
Wie dramatisch die Blockade dieses Nadelöhrs des Welthandels wäre, bekam die Welt 2021 zu spüren, als ein querliegendes Containerschiff eine Woche lang den Kanal blockierte. Noch monatelang herrschte daraufhin ein Mangel an Schiffscontainern, für viele Produkte gab es in Europa plötzlich monatelange Wartelisten.
Neben der ohnehin heiklen Straße von Hormus nehmen die Machthaber nun auch die Meerenge Bab al-Mandab ins Visier. Diese verbindet das Rote Meer mit dem Suezkanal und ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten zwischen Europa und Asien.
Zwar grenzt der Iran nicht selbst an diese Meerenge, doch haben die vom Iran finanzierten Houthi-Rebellen bereits mehrfach bewiesen, dass sie mit Angriffen auf Schiffe in der Region für schwere Störungen des Welthandels sorgen können. Auch die Marine-Missionen mehrerer Staaten und auch der EU können solche Angriffe nicht zu 100 Prozent verhindern.
Die Botschaft aus Teheran ist klar: Sollte US-Präsident Donald Trump tatsächlich Bodentruppen schicken, will der Iran den Druck massiv erhöhen. Die Folgen wären enorm. Schon jetzt ist die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert wird, stark beeinträchtigt. Eine zusätzliche Blockade beim Bab al-Mandab würde laut Einschätzungen einen beträchtlichen Teil des globalen Seehandels treffen.
Militärisch heizt sich die Situation weiter auf. Trump denkt laut Berichten über eine Bodenoffensive nach, tausende Soldaten könnten in die Region verlegt werden. Gleichzeitig soll Israel einen ranghohen iranischen Marinekommandanten getötet haben.
Auch geopolitisch wird es brisanter: Russland soll den Iran bei der Vorbereitung unterstützt haben, etwa mit Drohnen-Technologie und militärischem Know-how. Während Teheran öffentlich auf Konfrontation geht, behauptet Trump, der Iran wolle insgeheim verhandeln. Ein schnelles Ende des Konflikts sei sein Ziel – doch aktuell deutet wenig darauf hin.