Startschuss für Hofburg-Rennen

Jetzt offiziell – Niessl kandidiert als Bundespräsident

Ex-Landeshauptmann Hans Niessl will 2028 Bundespräsident werden. Der Ex-SPÖ-Politiker tritt überparteilich an und baut bereits sein Wahlkampfteam auf.
16.10.2026, 22:01
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Der frühere burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl hat seine Kandidatur für die Bundespräsidentenwahl 2028 bestätigt. Der Ex-SPÖ-Politiker will überparteilich antreten und baut bereits sein Team auf.

Die Entscheidung ist gefallen: Hans Niessl will 2028 bei der Bundespräsidentenwahl ins Rennen gehen. Der ehemalige burgenländische Landeshauptmann und frühere SPÖ-Landesparteichef bestätigte seine Pläne am Freitagabend gegenüber der APA.

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"Ja, ich werde antreten", erklärte Niessl und bestätigte damit einen Bericht des "Kurier". Die Vorbereitungen für den Wahlkampf laufen bereits. Ein eigener Unterstützungsverein wurde gegründet, über den künftig auch Spenden für die Kampagne gesammelt werden können.

Unternehmer bereits mit an Bord

Erste personelle Unterstützung hat sich Niessl ebenfalls gesichert. Unternehmer Andreas Binder gehört dem neu gegründeten Verein an. Wer sonst noch im Präsidium vertreten sein wird, soll in der kommenden Woche bekannt gegeben werden.

Der frühere SPÖ-Politiker möchte ausdrücklich nicht als Parteikandidat antreten. Stattdessen setzt er auf eine überparteiliche Plattform, mit der er unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreichen will.

Seine politische Ausrichtung beschreibt Niessl dabei als rechts in Sicherheitsfragen, mittig bei wirtschaftlichen Themen und links in gesellschaftspolitischen Fragen. Ziel sei es, "um damit breite Bevölkerungskreise anzusprechen".

Wehrpflicht und Neutralität im Fokus

In den kommenden Wochen und Monaten will sich Niessl verstärkt zu politischen Fragen äußern. Auf seiner Themenliste stehen unter anderem die Wehrpflicht, die österreichische Neutralität sowie die wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze.

Dass er seine Kandidatur bereits jetzt bekannt gibt, begründet er mit dem organisatorischen Aufwand. Für einen bundesweiten Wahlkampf müssten zunächst die notwendigen Strukturen geschaffen werden.

Parteikandidaten könnten auf bestehende Organisationen zurückgreifen. Für ihn sei die Ausgangslage anders: "Wenn man überparteilich antritt, hat man das Ganze nicht."

6.000 Unterschriften nötig

Um tatsächlich auf dem Stimmzettel zu stehen, benötigt Niessl 6.000 Unterstützungserklärungen. Deren Sammlung sieht er gelassen entgegen.

Die erforderlichen Unterschriften könne er "an einem Wochenende" zusammenbekommen, zeigte sich der frühere Landeshauptmann gegenüber dem "Kurier" überzeugt. Zahlreiche Bürgermeister hätten ihm bereits Hilfe zugesagt.

Offen bleibt, wie sich die SPÖ bei der Wahl positionieren wird. Niessl hält beide Möglichkeiten für denkbar: Die Partei könne ihn unterstützen "oder einen eigenen Kandidaten aufstellen".

Bis zur Bundespräsidentenwahl 2028 will er die Zeit nutzen, um seine politischen Positionen vorzustellen und seine Wahlkampforganisation aufzubauen.

LH, Akt. 16.10.2026, 22:15, 16.10.2026, 22:01
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