Er kennt kein Zurück mehr

Jetzt wird klar, warum Putin einfach nicht aufhört

Neue Insider-Berichte zeigen, warum der Kremlchef trotz Friedensgesprächen nicht nachgeben will. Im Mittelpunkt steht ein Gebiet im Osten der Ukraine.
Newsdesk Heute
10.07.2026, 18:57
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Während international wieder über mögliche Friedensgespräche gesprochen wird, soll Russlands Präsident Wladimir Putin nach Angaben mehrerer Kreml-Insider an seinem wichtigsten Kriegsziel festhalten. Demnach komme für ihn ein Waffenstillstand derzeit nicht infrage. Stattdessen wolle er die vollständige Kontrolle über den Donbass erreichen – selbst wenn der Krieg dadurch weiter andauert. Das berichten mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Damit rückt ein Ziel in den Mittelpunkt, das den Ukraine-Krieg seit Jahren prägt. Der Donbass im Osten der Ukraine gilt für den Kreml nicht nur als militärisch wichtig, sondern auch als politisches Prestigeprojekt. Nach Einschätzung der Insider sei Putin überzeugt, dass ein Erfolg in dieser Region entscheidend sei, um den Krieg aus russischer Sicht als Erfolg darstellen zu können.

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Selbst Berater sollen abgeblitzt sein

Nach Angaben der Reuters-Quellen soll Putin zuletzt sogar eigene Berater zurückgewiesen haben. Sie hätten vorgeschlagen, die Kämpfe entlang der derzeitigen Frontlinie einzufrieren und damit den Weg für eine Feuerpause zu öffnen. Der Kremlchef habe diesen Vorschlag jedoch abgelehnt und stattdessen bekräftigt, dass zunächst die verbliebenen von der Ukraine kontrollierten Teile des Donbass eingenommen werden müssten.

Das steht im Gegensatz zu jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der erklärt hatte, ein Ende des Krieges sei näher, als viele glaubten. Aus dem Umfeld des Kremls kommen jedoch völlig andere Signale. Dort wird laut den Insidern derzeit nicht über einen Kompromiss, sondern über eine Fortsetzung der Kämpfe gesprochen.

Die Offensive kommt nur langsam voran

An der Front verläuft der russische Vormarsch allerdings deutlich langsamer als von Moskau erhofft. Vor allem im Donbass stoßen die russischen Streitkräfte weiterhin auf heftigen Widerstand. Militärbeobachter gehen davon aus, dass die Einnahme der noch von der Ukraine kontrollierten Gebiete deutlich mehr Zeit und weitere hohe Verluste kosten könnte.

Einige westliche Experten halten sogar eine neue Generalmobilmachung in Russland für notwendig, sollte Moskau sein Ziel tatsächlich erreichen wollen. Ein solcher Schritt gilt allerdings als politisch heikel und wurde vom Kreml bislang vermieden.

Für Putin geht es auch um sein Ansehen

Nach Einschätzung der Kreml-Insider geht es längst nicht mehr nur um militärische Geländegewinne. Der Donbass sei für Putin zu einer Frage des politischen Ansehens geworden. Nach mehr als vier Jahren Krieg brauche der russische Präsident einen sichtbaren Erfolg, um den enormen Aufwand und die hohen Kosten des Krieges rechtfertigen zu können. Einer der Insider brachte es laut Reuters auf den Punkt: Putin brauche "irgendeinen Sieg".

Solange dieses Ziel aus Sicht des Kremls nicht erreicht ist, rechnen die Insider nicht mit einer Annäherung in den Friedensgesprächen. Stattdessen sehen sie die Gefahr, dass Russland den militärischen Druck in den kommenden Monaten sogar noch erhöht.

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