Es geht um sein iPhone

Brisanter Anruf – HiPP-Verdächtiger muss in U-Haft

Über den verdächtigen 39-Jährigen wurde die U-Haft verhängt. Sein Anwalt beteuert weiterhin, dass er mit alldem nichts zu tun habe.
Newsdesk Heute
05.05.2026, 10:50
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Nach akribischen Ermittlungen fasste die "SOKO Glas" am Samstag endlich einen Verdächtigen im Vergiftungsfall der HiPP-Babybreis. Es soll sich um einen 39 Jahre alten Slowaken handeln, wohnhaft im Salzkammergut. Aus Rache soll er nach seiner Kündigung die sechs mit Rattengift versetzten Gläser in Supermärkten platziert haben.

Dieser weist aber jede Schuld von sich: Er habe mit der Causa überhaupt nichts zu tun, so Verteidiger Manfred Arbacher-Stöger. Beweisen sollen das Aufzeichnungen von Smartwatch und Navi des 39-Jährigen. Die dort gesicherten Bewegungsdaten sollen zeigen, dass der Mann an keinem der Orte gewesen sei, wo vergiftete Gläser auftauchten. Die Kündigung sei im Einvernehmen und freundschaftlich abgelaufen.

Verdächtiger muss in U-Haft

Die Justiz schenkt dem in ihrer ersten Beurteilung offenbar wenig glauben. Am Dienstagvormittag wurde über die Verhängung der U-Haft entschieden. Das Ergebnis: Der 39-Jährige muss – zumindest vorerst – hinter Gitter. In spätestens 14 Tagen muss neu darüber entschieden werden.

Haftgründe sind laut Staatsanwaltschaft Verdunkelungsgefahr, Tatbegehungsgefahr und Fluchtgefahr. Verteidiger Arbacher-Stöger dazu: "Die U-Haft ist meines Erachtens zu Unrecht verhängt worden. Es liegt kein einziger Beweis vor."

Sein Mandant sei in der Verhandlung schon kurz vor der Enthaftung gewesen, als in letzter Sekunde noch ein Anruf dazwischenfunkte. Am 3. April soll der Verdächtige sein Handy zurückgesetzt haben – deshalb sei Verdunklungsgefahr gegeben, obwohl beim iPhone in der Regel alle Daten in der Cloud liegen und stets mit übernommen werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.05.2026, 11:11, 05.05.2026, 10:50
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