Seit Tagen sorgt Känguru "Sydney" im Raum Langenlois (Bezirk Krems-Land) für Aufsehen. Immer wieder taucht das vermeintliche Känguru vor Autofahrern und Spaziergängern auf. Jetzt ist klar: Bei dem tierischen Ausreißer handelt es sich um ein Wallaby-Känguru.
Auf "Heute"-Anfrage bestätigt die niederösterreichische Polizei, dass sich das Tier bereits seit 2. Oktober frei bewegt. Eine Gefahr gehe von dem Wallaby derzeit nicht aus. Deshalb werde es "wie ein Wildtier behandelt und nicht eingefangen."
Die Bezirkshauptmannschaft Krems habe festgelegt, dass die Polizei keine weiteren Maßnahmen setzen soll. Zuletzt wurde das Wallaby in Zöbing und Kammern bei Langenlois gesehen. Aktuell hält es sich laut Polizei und "Heute"-Leserreportern in den Weingärten der Region auf.
Trotz seiner tagelangen Tour durch Niederösterreich dürfte es Känguru "Sydney" gut gehen. Das Tier sei unverletzt und nach aktuellem Stand wohlauf. Zwischen den Weintrauben würde es derzeit gut überleben.
Auch das Rätsel um den Besitzer ist inzwischen gelöst. Der eigentliche Tierhalter lebt in Maissau, rund 20 Kilometer von den bisherigen Sichtungsorten entfernt. Er ist über den Ausflug seines Wallabys informiert, heißt es. Zuvor hatten mehrere "Heute"-Leser Känguru "Sydney" entdeckt und gefilmt. In der Nacht auf Samstag saß das Wallaby plötzlich auf einer Straße bei Langenlois. Montagfrüh hüpfte es einem Autofahrer beim Zöbinger Heiligenstein vor den Wagen.
Die tierische Reise erinnert an Elch "Emil", der 2025 wochenlang Österreich in Atem hielt. Der Elch tauchte erstmals im Weinviertel auf, wanderte durch mehrere Bezirke Niederösterreichs und weiter nach Oberösterreich.
Fotos und Videos seiner Tour verbreiteten sich laufend im Netz. Schließlich wurde "Emil" in Oberösterreich betäubt und im Böhmerwald wieder in die Freiheit entlassen.