Hoher Besuch in Peking. Am Freitag trifft Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) auf Chinas Staatschef Xi Jinping. Der Besuch bei einem der einflussreichsten Politiker der Welt ist der Höhepunkt einer mehrtägigen Dienstreise einer großen Wirtschaftsdelegation. Unterstützt wird der VP-Chef von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).
Auf dem Programm standen Stationen in Shanghai (wirtschaftlicher Schwerpunkt) und Peking (politischer Schwerpunkt). In der größten Stadt Chinas standen vor allem Unternehmensgespräche, Exportchancen und die Stärkung bestehender Wirtschaftsbeziehungen im Fokus. Zu den Höhepunkten zählten ein Besuch der Tongji-Universität, ein Wirtschaftsforum mit chinesischen Wirtschaftsvertretern sowie ein Treffen mit Shanghais Bürgermeister Zhu Zhongming.
In Peking folgt das politische Highlight der Reise: Gespräche auf höchster Ebene, darunter auch das Treffen zwischen Stocker und Xi Jinping. Im Mittelpunkt stehen die Festigung und der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen sowie Fragen rund um Marktzugang und Investitionen.
Am Rande eines Unternehmensbesuchs in Shanghai kam es zu einem kuriosen Vorfall. Bei Agibot, einem chinesischen KI-Unternehmen, zeigte ein 1,69 Meter großer Roboter namens "Luca" sein Können. Bei seiner Tanzeinlage streckte die Maschine plötzlich ein Bein in Richtung des Kanzlers aus. Stocker und Hattmannsdorfer zuckten erschrocken zurück. Zu einer Berührung kam es glücklicherweise nicht. Stocker reagierte mit einem knappen Kommentar: "Unbelievable" (unglaublich).
Für einen weiteren kuriosen Moment sorgte die anschließende Unterhaltung. Obwohl ihm Stocker vorgestellt wurde, konnte der Roboter den österreichischen Regierungschef offenbar nicht erkennen. "Da müssen wir noch ein bisschen daran arbeiten", reagierte der VP-Chef gelassen.
Am Freitag steht schließlich der Höhepunkt der Reise an: Bundeskanzler Stocker trifft auf Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping und Premierminister Li Qiang. Über die konkreten Gesprächsinhalte wurde vorab nichts verraten. Wie "Heute" erfuhr, hat Stocker aber besondere Gastgeschenke im Gepäck: Für Xi gibt es ein Augarten-Teeservice samt Tee, für Li Qiang ein Swarovski-Feuerpferd – passend zum chinesischen Jahr des Pferdes.