Urlaubs-Know-how

Karte nutzlos! Vorsicht bei dieser Geld-Falle im Urlaub

Eine neue Auswertung zeigt, wo Reisende ohne Cash schnell Probleme bekommen. Dort ist nur Bares Wahres.
Heute Life
05.05.2026, 22:37
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Wer eine Reise plant, denkt an Flüge, Hotels und Sehenswürdigkeiten – doch ein Punkt wird oft unterschätzt: die richtige Zahlungsmethode vor Ort. Muss man Bargeld mitnehmen oder kommt man problemlos mit Karte durch? Und wie gut sind Geldautomaten oder Wechselstuben verfügbar?

Genau diesen Fragen ist der Reiseführer Fodors nachgegangen. Auf Basis von Daten eines Zahlungsdienstleisters wurde analysiert, in welchen Ländern weltweit Bargeld noch eine besonders große Rolle spielt. Dabei flossen mehrere Faktoren ein: die Anzahl von Geldautomaten und Bankfilialen pro Einwohner, die Verbreitung von Kreditkarten-Terminals sowie der Anteil der Bevölkerung, der überhaupt Zugang zu Zahlungskarten hat.

Das Ergebnis ist eine Liste jener Länder, in denen Reisende ohne Bargeld schnell an ihre Grenzen stoßen könnten. Wer dorthin unterwegs ist, sollte sich also frühzeitig überlegen, ob ein Umtausch vor der Abreise sinnvoll ist – oder zumindest genügend Bargeld einplanen, um vor Ort flexibel zu bleiben.

Mit Karte zahlen? In diesen 10 Ländern wird’s schwierig

Algerien

In Algerien ist Bargeld nahezu unverzichtbar. Laut der Auswertung braucht man dort häufiger Scheine und Münzen als in jedem anderen Land. Der Grund: Auf 100.000 Einwohner kommen lediglich 12 (!!) Geldautomaten und 5,3 Bankfilialen, und nur etwas mehr als zwei Prozent der Bevölkerung verfügen über eine Kreditkarte.

Ägypten

In Ägypten gibt es zwar zahlreiche Möglichkeiten, Geld auszugeben – von verwinkelten Souks bis hin zu Straßenhändlern entlang des Nils, wie Fodors berichtet. Doch bezahlt wird dort meist bar. Mit nur rund 30 Geldautomaten pro 100.000 Einwohner, die sich überwiegend in Banken und Hotels befinden, ist der Zugang begrenzt. Bankfilialen sind zudem nicht leicht zu finden, und nur knapp drei Prozent der Bevölkerung verfügen über eine Kreditkarte.

Vietnam

Auch in Vietnam ist Kartenzahlung längst nicht überall selbstverständlich – vor allem bei Straßenverkäufern sollte man sich nicht darauf verlassen. In dem südostasiatischen Land ist die Infrastruktur begrenzt: Es gibt nur etwa 27 Geldautomaten pro 100.000 Einwohner, und lediglich rund 5,6 Prozent der Bevölkerung besitzen eine Kreditkarte. Zwar akzeptieren größere Hotels, Kreuzfahrtanbieter und Geschäfte in Städten häufig Karten, insgesamt bleibt die Nutzung jedoch eingeschränkt – besonders bei kleinen Händlern.

Indien

Elektronische Zahlungen verbreiten sich in Indien zwar zunehmend, dennoch wird ein Großteil der alltäglichen Ausgaben weiterhin bar bezahlt – vor allem außerhalb von Hotels und gehobenen Restaurants. Fodors empfiehlt daher, bei kleinen Händlern oder Fahrten mit Tuk-Tuks auf Bargeld zu setzen. Geldautomaten sind mit rund 27 pro 100.000 Einwohner noch vergleichsweise selten und vor allem in Städten sowie Touristengebieten zu finden. Kreditkarten sind ebenfalls wenig verbreitet, da viele Menschen nach wie vor Bargeld bevorzugen.

Jordanien

In Jordanien ist die Situation etwas entspannter. Vor allem in Städten kann man häufig mit Kreditkarte oder sogar per digitaler Wallet bezahlen – etwa in größeren Hotels, bei Sehenswürdigkeiten oder in Supermärkten. Dennoch bleibt Bargeld vielerorts unverzichtbar, insbesondere für Taxifahrten und bei kleinen Händlern, wie sie in den Souks zu finden sind.

Philippinen

Unter den Top Ten weisen die Philippinen zwar den höchsten Anteil an Kreditkartenbesitzern auf, dennoch ist das Bezahlen mit Karte vielerorts noch nicht die Norm – vor allem außerhalb der Städte. Kontaktlose Zahlungen sind bislang selten, werden jedoch zunehmend beliebter. Wie in vielen anderen Ländern gilt auch hier: Bei kleinen Händlern und abseits der Ballungszentren kommt man meist nicht ohne Bargeld aus.

Marokko

Wie in vielen anderen Ländern der Auswertung spielt auch in Marokko Bargeld eine zentrale Rolle – etwa im Verkehr, auf Märkten oder beim Trinkgeld. Bei größeren Einkäufen werden Kreditkarten zwar häufiger akzeptiert, besonders in Geschäften für Arganöl oder Kosmetikprodukte. Dennoch ist die Verbreitung gering: Nur rund ein Prozent der Bevölkerung besitzt überhaupt eine Kreditkarte.

Kambodscha

Laut Fodors spielen Kreditkarten im Alltag der Menschen in Kambodscha kaum eine Rolle. Zwar akzeptieren Hotels und andere auf Touristen ausgerichtete Betriebe – etwa in Phnom Penh oder Siem Reap – häufig Kartenzahlungen, doch abseits dieser Zentren wird fast ausschließlich bar bezahlt. Viele Händler nehmen sowohl die Landeswährung Riel als auch US-Dollar an. Zudem ist es nicht unüblich, dass bei Kartenzahlung zusätzliche Gebühren anfallen. Selbst dort, wo Karten akzeptiert werden, ist es daher ratsam, ausreichend Bargeld dabei zu haben.

Tunesien

In Tunesien stehen laut Erhebung rund 32,7 Geldautomaten pro 100.000 Einwohner zur Verfügung. Auch bei der Zahl der Bankfilialen schneidet das Land besser ab als viele Nachbarstaaten. Dennoch ist die Verbreitung von Kreditkarten gering – nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung besitzen eine. Am Ende gilt auch hier: Bargeld bleibt das wichtigste Zahlungsmittel.

Albanien

Der albanische Lek ist vor allem bei Taxis, in kleinen Geschäften, auf Märkten und in ländlichen Regionen das gängige Zahlungsmittel. Gleichzeitig werden Kartenzahlungen immer verbreiteter – insbesondere in Hotels, Supermärkten in größeren Städten wie Tirana und an touristischen Hotspots. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern der Liste verfügt Albanien zudem über relativ viele Geldautomaten: rund 40,1 pro 100.000 Einwohner.

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.05.2026, 22:37
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