Über 600 Gruppen bewilligt

Kinderbetreuung in NÖ: Das ändert sich für Eltern

Niederösterreich baut die Kinderbetreuung weiter aus. Mehr als 600 neue Gruppen wurden seit 2022 bewilligt. Die ÖVP spricht von einem Erfolg.
22.10.2026, 06:30
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Die Kinderbetreuungsoffensive in Niederösterreich biegt auf die Zielgerade ein. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch zog die Volkspartei NÖ eine positive Zwischenbilanz. Seit dem Start im Herbst 2022 wurden bereits mehr als 600 neue Betreuungsgruppen bewilligt. Bis Ende 2027 können weitere Projekte genehmigt werden.

"Was damals von Kritikern als 'Wahlkampfschmäh' abgetan wurde, biegt jetzt ins 5. Jahr und damit auf die Zielgerade ein", erklärte VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner. Das Ziel sei klar: Jede Familie, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind möchte, soll auch einen bekommen.

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Niederösterreich bei Kinderbetreuung an der Spitze

Mit insgesamt 3.680 Betreuungsgruppen hat Niederösterreich laut VPNÖ so viele wie kein anderes Bundesland. Allein im Vorjahr wurden 88 von bundesweit 174 neuen Gruppen in Niederösterreich geschaffen. Damit entfiel mehr als die Hälfte des österreichweiten Zuwachses auf das Bundesland.

Auch bei den Zweijährigen liegt Niederösterreich laut den präsentierten Zahlen vorne: Knapp 85 Prozent besuchen bereits eine Betreuungseinrichtung. "Wir schaffen echte Wahlfreiheit für unsere Familien", betonte Zauner. Das Motto bleibe: "Vormittags gratis, nachmittags leistbar."

Immer mehr Plätze für berufstätige Eltern

Besonders deutlich zeigt sich der Ausbau bei den Betreuungszeiten. Der Anteil sogenannter VIF-konformer Plätze, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen sollen, hat sich bei den Null- bis Zweijährigen seit 2018 von 31,3 auf 62,6 Prozent verdoppelt. Bei den Drei- bis Fünfjährigen stieg dieser Wert im selben Zeitraum von 20 auf 55,4 Prozent.

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VPNÖ-Familiensprecherin Doris Schmidl betonte, dass es nicht nur um statistische Werte gehe. Entscheidend sei, dass die Öffnungszeiten zum tatsächlichen Bedarf der Eltern passen. So würden Einrichtungen bei Bedarf früher öffnen, bei fehlenden Anmeldungen aber auch früher schließen.

Gemeinden stemmen den Ausbau mit

Wie die Offensive vor Ort funktioniert, zeigt laut Bürgermeister David Berl (ÖVP) die Gemeinde Laxenburg. Dort wurde erst im September eine neue Kindergartengruppe eröffnet. "Wir haben in Laxenburg erst im September eine neue Kindergartengruppe eröffnet und können damit den Betreuungsbedarf vollständig decken", erklärte Berl.

Der Ausbau bringe nicht nur Entlastung für Familien, sondern auch Aufträge für die regionale Bauwirtschaft und sichere heimische Arbeitsplätze.

Noch ist die Betreuungsoffensive nicht abgeschlossen. Bis Ende 2027 können weitere Projekte über den Schul- und Kindergartenfonds genehmigt werden. Für die Gemeinden bedeutet das: Der Ausbau geht weiter, für Eltern sollen zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten entstehen.

VF, 22.10.2026, 06:30
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