Rückzahlung gestoppt

Klimabonus für Asylwerber – FPÖ blitzt vor Gericht ab

Das Land NÖ wollte wegen des Klimabonus Geld von Asylwerbern zurückfordern. Doch das Landesverwaltungsgericht stoppte den Plan.
Victoria Carina  Frühwirth
08.10.2026, 19:29
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Wirbel um den Klimabonus in Niederösterreich: Das Land wollte einen Teil der Grundversorgung von Asylwerbern und ukrainischen Vertriebenen zurückfordern, die zusätzlich den Klimabonus vom Bund kassiert hatten. Doch daraus wird nichts: Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich hat die Rückforderung laut FPÖ-Landesrat Martin Antauer abgelehnt.

Asylwerber und Häftlinge bekamen Klimabonus

Der Hintergrund: Der Bund hatte in der Vergangenheit nicht nur österreichischen Staatsbürgern, sondern auch Asylwerbern, ukrainischen Vertriebenen und auch Häftlingen den Klimabonus ausbezahlt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

In Niederösterreich wollte man diese zusätzlichen Zahlungen bei der Grundversorgung berücksichtigen. Wer bereits mehrere Hundert Euro Klimabonus erhalten hatte, sollte demnach einen Teil der staatlichen Unterstützung zurückzahlen.

Antauer schäumt über "Geldzuckerl"

Für FPÖ-Asyllandesrat Martin Antauer ist die Entscheidung zwar zu akzeptieren, Verständnis hat er dafür aber keines.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

"Die Entscheidung des nö. Landesverwaltungsgerichts ist zu akzeptieren. Dennoch kann ich es, so wie viele fleißige Landsleute, überhaupt nicht nachvollziehen, dass Menschen aus aller Herren Länder, die ohnedies zu 100 Prozent vom Steuerzahler finanziert werden, auch noch mit Geldzuckerl vom Bund verwöhnt werden sollen", poltert der Freiheitliche.

Bundesgesetz verhindert Rückforderung

Der Knackpunkt: Nach Darstellung des Landesrats hat das Gericht die Rückforderung aufgrund einer bundesgesetzlichen Regelung abgelehnt. Der Klimabonus darf laut Klimabonusgesetz jedenfalls nicht auf die Sozialhilfe angerechnet werden.

Schon 2025 hatten Rückzahlungsforderungen an ukrainische Vertriebene in Niederösterreich für Diskussionen gesorgt. Damals wurden unter anderem im Bezirk Amstetten Beträge von teilweise mehreren Tausend Euro verlangt. Die Grünen kritisierten das Vorgehen scharf, Antauer verteidigte die Rückforderungen.

FPÖ fordert Konsequenzen vom Bund

Nach der aktuellen Gerichtsentscheidung nimmt Antauer nun die Bundesregierung in die Pflicht. Er verlangt, dass solche zusätzlichen Zahlungen künftig verhindert werden.

"Der Bund muss sicherstellen, dass Asylwerber und Ukrainer solche Zahlungen künftig nicht zusätzlich erhalten. Das ist eine Verhöhnung für all die fleißigen Menschen, die jeden Morgen aufstehen und einer Arbeit nachgehen", so der FPÖ-Landesrat.

VF,08.10.2026, 19:29