Plünderungen geplant

Krawalle in Wien – ein Verdächtiger noch auf der Flucht

Nach Gewalt- und Plünderungsaufrufen zu Halloween hat die Polizei 6 Verdächtige ausgeforscht. Einer wird noch gesucht – seine Identität ist bekannt.
30.10.2026, 18:20
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Nach Aufrufen zu Gewalt und Plünderungen in der Halloween-Nacht sucht die Polizei weiterhin nach einem namentlich bekannten Verdächtigen. Die Internetaufrufe konnten laut Polizei innerhalb kurzer Zeit insgesamt sechs jungen Männern beziehungsweise Jugendlichen zugeordnet werden.

Nach bisherigem Ermittlungsstand sollen sie die Hauptverantwortlichen hinter den veröffentlichten Botschaften sein. Darin wurde unter anderem zu Gewalt und zur Plünderung von Luxusgeschäften aufgerufen – "Heute" berichtete.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Identität des Gesuchten ist bekannt

Während vier Verdächtige im Alter von 14 bis 22 Jahren zur sofortigen Vernehmung vorgeführt wurden, befindet sich ein fünfter wegen eines anderen Eigentumsdelikts in einer Justizanstalt. Dieses dürfte laut Polizei nicht mit den Halloween-Ermittlungen zusammenhängen.

Der sechste Verdächtige wird gesucht. Seinen Namen kennen die Ermittler bereits. Nähere Angaben zu seinem Alter, seiner Staatsangehörigkeit oder seinem möglichen Aufenthaltsort enthält die vorliegende Mitteilung nicht.

Machete und Schreckschusspistolen sichergestellt

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien fanden am Freitag in den frühen Morgenstunden sechs Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich statt. Unterstützt wurden die Ermittler dabei von der WEGA und dem Landeskriminalamt Wien.

Die Beamten stellten mehrere Datenträger, zwei Schreckschusspistolen, eine Softgun, Munition und eine Machete vorläufig sicher.

Staatsschutz ermittelt weiter

Das Wiener Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung ermittelt mit Unterstützung der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst.

Es besteht unter anderem der Verdacht eines verbrecherischen Komplotts sowie der Aufforderung zu strafbaren Handlungen und deren Gutheißung.

Die Hintergründe und Motive sind Gegenstand weiterer Ermittlungen. Eine Ideologisierung ist laut ersten Erkenntnissen nicht ersichtlich. Für alle sechs Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

red, 30.10.2026, 18:20