"Der Lärm war unerträglich!", sagt Igor W. aus Wien-Favoriten. Er war Anfang August mit seiner Frau und seiner siebenjährigen Tochter auf Urlaub im italienischen Badeort Jesolo. Das gebuchte Drei-Stern-Hotel entpuppte sich bald als Albtraum. Schuld waren die Toiletten in den oberen Stockwerken.
"Sobald irgendwer in einem Stockwerk über uns die Klo-Spülung betätigte, entstand bei uns im Zimmer ein extrem lautes Geräusch", erzählt der Familienvater "Heute". Es war laut seiner Schilderung kaum auszuhalten: "Bei dem Geräusch wären wir am liebsten gleich weggelaufen."
Das Kreischen dauerte laut dem Wiener jedes Mal rund zwei Minuten, bevor endlich wieder Ruhe einkehrte. Doch schon beim nächsten Toilettengang eines Hotelgastes kehrte der Lärm zurück.
Wie schlimm sich das anhörte, demonstriert Igor W. anhand eines Videos, das er "Heute" vorspielte (siehe unten). Das Geräusch erinnert an eine Bohrmaschine, die mit höchster Drehzahl operiert, um sich durch eine harte Wand zu kämpfen. Von Urlaubsruhe konnte da keine Rede mehr sein.
Die Familie beschwerte sich bei der Hotelleitung über den unerträglichen Lärm. Die Reaktion: "Was sollen wir dagegen tun, es ist mitten in der Saison!"
Die laute WC-Spülung war allerdings nicht das einzige Problem. Im Zimmer entdeckte die Familie am Bett Flecken auf der Decke, Schimmelspuren im Badezimmer und eine ungewöhnliche Konstruktion: das Bidet stand mitten in der Dusche.
Dabei hatte sich Igor W. auf einen gemütlichen Familienurlaub gefreut. Weil sein gewohntes Lieblingshotel in Jesolo ausgebucht war, hatte er über Google ein anderes Drei-Stern-Hotel gefunden. Die Unterkunft präsentiert sich im Internet als familienfreundliches Haus.
"Hätte ich kein Kind dabeigehabt und wäre ich nicht 700 Kilometer gefahren, ich wäre gleich am zweiten Tag wieder abgehaut", ärgert sich der Familienvater.
Zurück in Wien wandte sich die Familie an das Europäische Verbraucherzentrum. Nach Angaben des Wieners sei eine Entschädigung von 300 bis 400 Euro im Raum gestanden. Das Hotel habe allerdings nur 160 Euro angeboten. Gekostet hat der Spaß 1.300 Euro.