Ex-Kanzler im Talk

Kurz warnt: "Werden schwere Cyberangriffe erleben"

Fünf Jahre nach seinem Ausstieg aus der Spitzenpolitik ist Sebastian Kurz als Unternehmer erfolgreich: "Heute"-Talk über KI, Bedrohungen und Kickl.
Newsdesk Heute
26.06.2026, 18:00
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Mit einer neuen Finanzierungsrunde über 260 Millionen US-Dollar und einer Unternehmensbewertung von mittlerweile drei Milliarden Dollar sorgt das KI-Startup "Dream" von Ex-Kanzler Sebastian Kurz (39) derzeit international für Furore.

Das Unternehmen wächst rasant, expandiert auf neue Märkte – und beschäftigt sich mit einer Bedrohung, die nach Ansicht seines Mitgründers in den kommenden Jahren dramatisch zunehmen wird: KI-gestützte Cyberangriffe.

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"Werden Cyberangriffe erleben"

"Wir werden ganz neue, schwerwiegende Cyberangriffe erleben. Wir werden im Bereich Hybrid Warfare erleben, dass Drohnen und Cyberangriffe Chaos auslösen und zum Angriffstool werden, ohne dass es einen Krieg in einem herkömmlichen Sinn geben muss. Oftmals ohne dass man weiß, wer eigentlich dahintersteckt", sagt Kurz im Interview mit "Heute"-Chefredakteur Clemens Oistric (in voller Länge unten).

Video: Der komplette Kurz-Talk

"Dream", an dem Kurz beteiligt ist, entwickelte KI-gestützte Sicherheitslösungen für Staaten und Unternehmen mit besonders sensiblen Daten. Hintergrund ist die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz, die nach seiner Einschätzung künftig auch Hackern völlig neue Möglichkeiten eröffnet.

KI, die Angriffe mit künstlicher Intelligenz abwehrt

"Bisher war es so, dass Hacker – wenn sie einen Cyberangriff durchführen wollten – in monatelanger Kleinstarbeit Schwachstellen finden mussten", erklärt Kurz. Mit KI könnten Angreifer künftig "in Minuten tausende" Sicherheitslücken entdecken. Deshalb setze Dream auf eine KI, die Angriffe ebenfalls mit künstlicher Intelligenz abwehrt.

Neben Cyberattacken bereitet Kurz aber noch eine zweite Entwicklung Sorgen. "Im Moment sind die USA und China im Bereich künstliche Intelligenz so weit voraus, dass Europa wieder einmal nur Konsument sein kann", warnt er. Die Gefahr sei, dass Europa künftig nicht nur wirtschaftlich abhängig werde, sondern im Ernstfall sogar den Zugang zu wichtigen KI-Systemen verlieren könnte.

Gerade deshalb brauche es europäische Alternativen. "Ich glaube, dass es wichtig ist, dass es Unternehmen das unsere gibt, die in diesem Bereich versuchen, Lösungen zu bauen, die nicht in der Hand der Chinesen oder der Amerikaner sind und somit ein Stück weit mehr Unabhängigkeit schaffen", so Kurz.

Unternehmerische Erfolgsgeschichte

Der Erfolg gibt Dream jedenfalls recht: Das Unternehmen wächst rasant, ist bereits in Europa, dem Nahen Osten und Südostasien aktiv und will noch heuer auch in den USA und Südamerika starten. Nach der jüngsten Finanzierungsrunde zählt Dream zu den höchstbewerteten KI- und Cybersecurity-Unternehmen Europas.

Das steckt hinter Kickl-Treffen

Ein Comeback in der Politik schließt Kurz im "Heute"-Talk aus: "Ich bleibe ein politischer Mensch, strebe aber kein politisches Amt mehr an." Ein Treffen mit Herbert Kickl unlängst im Parlament bezeichnet er als "ein wechselseitig interessantes Gespräch". In Zeiten der türkis-blauen Regierung sei man gemeinsam auf der Regierungsbank gesessen: "Da gab es das eine oder andere, das wir mit ein bisschen Abstand gemeinsam besprochen haben."

Der damaligen Koalition stellt Kurz ein positives Zeugnis aus: "Ich fand, dass die Regierung zwischen ÖVP und FPÖ eine sehr gute Regierung war. Wir haben viel zusammengebracht, zweimal einen Budgetüberschuss erzielt, wir waren in der Migrationsfrage richtig positioniert und haben Reformen angestoßen, die den Standort attraktiver machen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.06.2026, 18:00
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