Wetter-Spekulationen

Lostag! Bleibt dieses Wetter vier Wochen lang so?

Am Matthäustag versprechen Bauernregeln gutes Wetter – die Prognose für Österreich zeigt jedoch ein deutlich wechselhafteres Bild.
Heute Life
21.09.2026, 10:08
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Der 21. September ist der Gedenktag des heiligen Matthäus – und damit auch ein klassischer Lostag im bäuerlichen Kalender. Eine besonders bekannte Bauernregel verspricht:

„Hat Matthäus schön’ Wetter im Haus, so hält es noch vier Wochen aus.“

Doch heuer lohnt ein genauer Blick auf das tatsächliche Wetter in Österreich. Denn die aktuelle Prognose der GeoSphere Austria zeichnet kein durchgehend stabiles Bild. Der Wettercharakter bleibt rund um den Matthäustag regional unterschiedlich und zeigt, wie schwierig es ist, aus einem einzelnen Kalendertag eine Prognose für die kommenden Wochen abzuleiten.

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Von Sonne bis Schauer ist alles dabei

Die GeoSphere Austria stellt für Österreich laufend aktualisierte Prognosen für heute und die kommenden sieben Tage bereit. Dabei werden unter anderem Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen sowie Wettersymbole für die Landeshauptstädte und weitere Orte dargestellt.

Auch die Wetterentwicklung rund um den 21. September ist nicht mit einem einzigen Schlagwort zu beschreiben. Je nach Region können sich sonnige Abschnitte, Wolken und Niederschläge abwechseln. Gerade im Alpenraum sorgen die unterschiedlichen Höhenlagen und regionalen Wetterlagen dafür, dass das Wetter oft deutlich kleinteiliger ausfällt als in alten Bauernregeln vorgesehen.

Die österreichische Wetterlage passt damit nur bedingt zum Versprechen des Matthäus-Spruchs. Von einem einzelnen freundlichen Tag lässt sich jedenfalls nicht seriös ableiten, dass Österreich nun vier Wochen lang von stabilem Wetter verwöhnt wird.

"Bis Ostern Winter"? Eine zweite Matthäus-Regel

Noch dramatischer klingt eine weitere Überlieferung:

„Tritt Matthäus stürmisch ein, wird’s bis Ostern Winter sein.“

Daneben existieren Sprüche wie "Wenn Matthäus weint statt lacht, Essig aus dem Wein er macht" oder "Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut".

Was nach einer erstaunlich konkreten Wetterprognose klingt, ist vor allem eines: überliefertes bäuerliches Erfahrungswissen. Die Regeln sollten Orientierung für Landwirtschaft und Alltag geben – lange bevor moderne Wettermodelle, Satellitenbilder und flächendeckende Messnetze zur Verfügung standen.

Was die Meteorologie dazu sagt

Die GeoSphere Austria betont die Bedeutung moderner Wettervorhersagen und erstellt rund um die Uhr Prognosen sowie bei extremem Wetter entsprechende Warnungen. Für die kommenden Tage können Wettermodelle durchaus brauchbare Hinweise liefern. Eine Bauernregel, die aus dem Wetter eines einzigen Tages auf die kommenden vier Wochen oder gar bis Ostern schließen will, ist dagegen meteorologisch nicht belastbar.

Auch die Prognosekarten der GeoSphere Austria beruhen auf numerischen Wettermodellen. Die Behörde weist ausdrücklich darauf hin, dass die dargestellten Informationen laufend aktualisiert werden und es zwischen automatisierten Modellinformationen und meteorologischen Prognosetexten Unterschiede geben kann.

Der Matthäustag bleibt trotzdem spannend

Das macht den Lostag nicht uninteressant. Im Gegenteil: Gerade der Vergleich zwischen alter Bauernregel und moderner Wettervorhersage zeigt, wie unterschiedlich Menschen seit jeher versucht haben, das Wetter zu verstehen.

Ob der 21. September tatsächlich einen Vorgeschmack auf die kommenden Wochen gibt, wird sich allerdings nicht an einem Spruch aus dem Bauernkalender entscheiden. Dafür braucht es den Blick auf die weitere Wetterentwicklung – und der reicht bei der GeoSphere Austria aktuell über sieben Tage.

red,21.09.2026, 10:08
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