"Hat mich sehr mitgenommen"

MediaMarkt-Gründer startet Rettung von Wal "Timmy"

Während Behörden Rettungsversuche für Wal "Timmy" bereits eingestellt haben, plant ein Multimillionär nun einen neuen Versuch.
Newsdesk Heute
10.04.2026, 13:16
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Während Experten den gestrandeten Wal "Timmy" bereits aufgegeben haben, will ein deutscher Unternehmer noch einmal alles versuchen. MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz plant eine neue Rettungsaktion – auf eigene Kosten.

Der 79-Jährige zeigt sich entschlossen und kämpferisch: "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen", sagt er. Für ihn kommt es nicht infrage, das Tier einfach sterben zu lassen.

Weitere Rettung finanzieren

Ganz anders sieht das die offizielle Seite. Umweltminister Till Backhaus und Fachleute haben weitere Rettungsversuche ausgeschlossen. Timmy sei zu schwach, jede zusätzliche Maßnahme würde das Leiden nur verlängern. Der Buckelwal solle in Ruhe sterben.

Gunz widerspricht dieser Einschätzung deutlich. "Ich bin enttäuscht über die Mechanismen und die Bürokratie, die das Leben behindern. Wenn man nicht alle Optionen versucht hat, hinterlässt das ein komisches Gefühl. Daher will ich eine weitere Rettung finanzieren." Sein Plan: Mit schwerem Gerät soll der Wal freigeschaufelt werden, um ihm den Weg zurück ins offene Meer zu ermöglichen.

MediaMarkt-Mitbegründer Walter Gunz plant eine neue Rettungsaktion – auf eigene Kosten.
imago/Stefan Schmidbauer (Archivbild)

Bagger soll Loch ausheben

Die Zeit drängt, wie Gunz betont: "Die Zeit drängt, viele Optionen haben wir nicht mehr." Auch wenn der Erfolg ungewiss sei, wolle er es zumindest versucht haben. "Im Leben gibt es keine Garantien. Scheitern ist immer möglich, aber man darf sich davon nicht abschrecken lassen. Ich möchte mir sagen können, ich habe es versucht."

Unterstützt wird er dabei von Oliver Bienkowski von der Organisation Pixel-Helper. Gemeinsam mit Experten wurde ein konkreter Plan ausgearbeitet. Zunächst soll Timmy mit Antibiotika behandelt werden, um seine Kräfte zu stärken. Danach soll ein Bagger ein Loch vor dem Tier ausheben, sodass es langsam ins tiefere Wasser zurückgleiten kann.

Auch Taucher sollen zum Einsatz kommen, um den Wal zu untersuchen und mögliche Hindernisse zu entfernen. Langfristig wird sogar über einen Transport in den Atlantik nachgedacht, falls der Wal erneut stranden sollte.

Behörden skeptisch

Doch die Behörden bleiben bei ihrer ablehnenden Haltung. Die neuen Pläne wurden bereits geprüft – und verworfen. Laut Ministerium würde auch ein befreiter Wal wohl erneut stranden.

Für Gunz ist das kein Grund aufzugeben. Sollte es keine Genehmigung geben, will er rechtliche Schritte prüfen: "Dann muss ich mit meinem Anwalt besprechen, was noch machbar ist."

Seine Motivation sei klar: "Ich habe das Schicksal des Wals in den Medien verfolgt. Das hat mich sehr mitgenommen. Aber ich möchte das nicht wie ein Gaffer verfolgen, sondern versuche zu helfen, etwas zu bewegen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.04.2026, 13:16
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