Klima unter Trump

Merz rät Kindern von USA-Aufenthalt ab

Der deutsche Kanzler Friedrich Merz würde seinen Kindern aktuell nicht empfehlen, in die USA zu gehen. Grund: das gesellschaftliche Klima dort.
Newsdesk Heute
16.05.2026, 09:24
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Friedrich Merz (CDU) hat sich beim Deutschen Katholikentag in Würzburg überraschend deutlich von den USA distanziert. "Ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten", sagte der deutsche Kanzler bei einer Diskussionsrunde mit jungen Menschen.

Als Grund nannte Merz das "gesellschaftliche Klima", das sich in den Vereinigten Staaten "plötzlich" entwickelt habe. Der Transatlantiker betonte: "Ich bin ein großer Bewunderer Amerikas, meine Bewunderung nimmt im Augenblick nicht zu."

Karrierechancen stark gesunken

Auch bei den Berufs- und Karrierechancen habe sich einiges verändert. "Die Frage, was gut ausgebildete junge Menschen erreichen können, ist bis vor Jahr und Tag in Amerika noch ganz anders beantwortet worden als heute." Aktuell hätten "die Bestausgebildeten in Amerika große Schwierigkeiten, einen Job zu finden", so Merz.

Trump reagierte erbost

Merz hatte sich zuletzt mehrfach kritisch zur US-Regierung geäußert. Er warf Washington vor, "offensichtlich keine Strategie" im Irak-Krieg zu haben. US-Präsident Donald Trump reagierte erbost auf die Aussagen und warf dem deutschen Kanzler vor, er wisse nicht, wovon er rede.

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Anfang Mai kündigte Trump den Rückzug Tausender US-Soldaten aus Deutschland an. Der Präsident machte wiederholt klar, dass er sich von Deutschland und anderen NATO-Verbündeten nicht ausreichend unterstützt fühle.

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