Mit hochrangigen Gästen

Mitten im Krieg: Ukraine feiert 35 Jahre Unabhängigkeit

Anlässlich des 35. Unabhängigkeitstages empfängt Kiew einige hochrangige Gäste - und erwartet sich neue Hilfen im Abwehrkampf gegen Russland.
Newsdesk Heute
24.08.2026, 13:33
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In der Ukraine wird am Montag, dem 24. August 2026, der 35. Unabhängigkeitstag des Staates gefeiert. Die Feierlichkeiten werden auch dieses Jahr, mittlerweile zum fünften Mal, unter dem Vorzeichen des russischen Angriffskrieges begangen.

Dabei kann Kiew mehrere Solidaritätsbesuche verzeichnen, etwa von EU-Ratspräsident Antonio Costa und dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham. Auch die "Koalition der Willigen" will auf Initiative Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands in einer Video-Sitzung zusammenkommen - mit dabei sind neben Costa und Burnham auch der französische Präsident Emanuel Macron und der deutsche Kanzler Friedrich Merz.

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Für die Ukraine geht es bei den Treffen im Rahmen der Feierlichkeiten nicht zuletzt darum, sich weitere Unterstützungen vonseiten der europäischen Verbündeten zu sichern. Laut NTV werden finanzielle Zusagen und neue Waffenlieferungen erwartet. Ob letztere auch die dringend benötigten Patriot-Flugabwehrraketen umfassen, ist unklar.

Ukraine unter Druck

Im Abwehrkampf gegen Russland ist die Ukraine zuletzt massiv unter Druck geraten - auch finanziell. Wie von "Heute" berichtet, ist das Loch im ukrainischen Verteidigungsbudget auf 27 Milliarden Dollar angewachsen.

Deshalb erwartet sich die Ukraine jetzt Hilfe von ihren Verbündeten - allen voran von der EU, die laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj rund 30 Milliarden Euro spendieren soll. Besonders mit Frankreich und Deutschland arbeite man dahingehend bereits zusammen.

In seiner Rede an die Nation zum Unabhängigkeitstag zeigt sich Präsident Selenskyj trotzdem kämpferisch und kündigt weiteren Widerstand gegen Russland an - dessen Soldaten würden von der ukrainischen Armee auf dem Schlachtfeld "zu Dünger" gemacht, wie er sagte.

Putin warnt vor Eskalation

Vor wenigen Tagen hat sich im Vorfeld des ukrainischen Feiertags auch der russische Machthaber Wladimir Putin zu Wort gemeldet. Laut NTV wirft er der Ukraine vor, mit den jüngsten Drohnenangriffen auf russische Logistikzentren die "Büchse der Pandora" geöffnet zu haben - und gibt der Ukraine damit die Schuld für weitere Eskalationen.

Am 24. August 1991 war vom ukrainischen Parlament in Kiew die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet worden. Damit wurde das Land von der Sowjetunion losgelöst.

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