"Haben mehr im Schilde"

Morgenstern hat nach Heli-Diebstahl schlimme Vorahnung

Der gestohlene Hubschrauber von Thomas Morgenstern bleibt verschwunden. Jetzt befürchtet der Skisprung-Star, dass die Täter noch Größeres planen.
18.10.2026, 09:28
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Ein gestohlener Hubschrauber und eine beunruhigende Vermutung! Seit dem spektakulären Diebstahl eines Helikopters in Mauterndorf im Salzburger Lungau rätseln die Ermittler über die Hintergründe.

Nun meldet sich Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern erneut in der dramatischen Causa zu Wort: Er befürchtet, dass die Täter mit seinem Fluggerät noch einen größeren Coup planen könnten.

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Der Robinson R44 wurde in der Nacht auf den 28. September gestohlen. Morgenstern hatte die Maschine regelmäßig für Rundflüge und Personentransporte genutzt. Der Neuwert des Hubschraubers liegt bei rund 800.000 Euro.

"Da war immer ein anderer Plan dahinter"

In der ServusTV-Sendung "Fahndung Österreich" äußert Morgenstern einen brisanten Verdacht. Der 39-Jährige hält es für möglich, dass der Diebstahl nur die Vorbereitung für ein weiteres Verbrechen war.

"Und die sind dann immer für einen größeren Coup eingesetzt worden. Da war immer ein anderer Plan dahinter", erklärt Morgenstern mit Blick auf frühere Hubschrauber-Diebstähle in Europa.

Er verweist auf zwei aufsehenerregende Fälle: 1989 sollte ein gestohlener Helikopter bei einer Gefängnisflucht in Frankreich helfen. Der Versuch scheiterte, weil sich ein Seil in einem Schutznetz verfing.

2009 landeten Räuber mit einem gestohlenen Hubschrauber auf dem Dach eines Gelddepots in Stockholm. Sie erbeuteten 39 Millionen schwedische Kronen, umgerechnet rund 3,5 Millionen Euro.

Ob sich hinter dem aktuellen Diebstahl tatsächlich ein ähnlicher Plan verbirgt, ist allerdings völlig offen. Hinweise auf ein konkret geplantes Verbrechen sind bislang nicht bekannt.

"Vielleicht mehr im Schilde"

Morgenstern glaubt nicht, dass die Unbekannten den Helikopter lediglich wegen seines materiellen Werts gestohlen haben. Ein Verkauf sei in Europa äußerst schwierig, da Bauteile über Seriennummern identifiziert werden könnten.

Deshalb vermutet er, dass das Fluggerät für einen anderen Zweck benötigt wird. Die Täter könnten "vielleicht mehr im Schilde führen", so Morgenstern.

Auch über den möglichen Aufenthaltsort des Helikopters hat er eine Theorie: "Ich glaube, der steht jetzt ein paar Wochen in einem Hangar oder einem Stall." Die auffällige Beklebung der blauen Maschine mit gelbem Streifen dürfte seiner Einschätzung nach inzwischen entfernt worden sein.

800.000 Euro Schaden – Morgenstern sucht Ersatz

Neben den offenen Fragen rund um den Diebstahl bereitet die verschwundene Maschine auch wirtschaftliche Probleme.

Eigentümer des Hubschraubers ist der Pongauer Manuel Aster. Morgenstern hatte seinen eigenen Helikopter im vergangenen Jahr verkauft und seit Sommer 2025 die Maschine von Aster für sein Unternehmen genutzt.

Seit 2019 bietet der frühere Skisprung-Star Rundflüge an. Ohne den gestohlenen Robinson R44 kann er diese nicht wie gewohnt durchführen.

Ein vergleichbarer neuer Hubschrauber würde rund 800.000 Euro kosten. Dazu käme eine Lieferzeit von ungefähr einem Jahr. Deshalb wird nun nach einer geeigneten gebrauchten Maschine gesucht.

"Aufgeben ist keine Option"

Trotz des Rückschlags will Morgenstern seine Fluggeschäfte fortsetzen. In der Ö3-Sendung "Walek wandert", die am Sonntag ausgestrahlt wird, macht er deutlich, dass er an seinen Plänen festhält. "Aufgeben ist keine Option", sagt der ehemalige Spitzensportler.

Unterdessen bleibt die wichtigste Frage ungeklärt: Wer hat den Hubschrauber in Mauterndorf gestohlen – und wofür?

red, 18.10.2026, 09:28