Eine Bluttat, die ganz Österreich erschütterte, kommt am Montag in Leoben (Stmk.) vor Gericht. Eine 39-jährige Mutter muss sich wegen Mordes an ihrem elfjährigen Sohn vor einem Geschworenensenat verantworten. Sie soll Ende Jänner 2026 ihren Sohn in der gemeinsamen Wohnung mit zahlreichen Messerstichen getötet haben, setzte danach selbst den Notruf ab. Doch für den Buben kam jede Hilfe zu spät.
Zuerst schwieg sie eisern zur Tat, später gab sie laut "Kleiner Zeitung" in einer Einvernahme zu Protokoll, dass sie ihren Sohn "vor einem schlechten Leben" habe "bewahren" wollen.
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Was genau sie damit meinte, blieb offen. Fest steht: Das psychiatrische Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die 39-Jährige zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen sein soll.
Auch Alkohol, Drogen oder andere Substanzen spielten laut einem toxikologischen Gutachten keine Rolle. Das öffentliche Interesse dürfte groß sein. Im Justizzentrum Leoben wird mit einem vollen Verhandlungssaal gerechnet. Das Urteil könnte noch am Montag fallen. Die Unschuldsvermutung gilt.