Die nächste Kehrtwende beim Eurovision Song Contest sorgt für Aufsehen! Nachdem die Niederlande erst im September ihre Rückkehr nach Burgas angekündigt hatten, folgte am Dienstag die überraschende Absage. Nun meldet sich auch ESC-Direktor Martin Green zu Wort.
"Wir bedauern zutiefst, dass die NPO nun doch nicht am Eurovision Song Contest 2027 teilnehmen wird", erklärt der Brite in einer offiziellen Stellungnahme.
Gleichzeitig betont Green, dass die Europäische Rundfunkunion (EBU) die Entscheidung des niederländischen Rundfunks respektiere. Man verstehe auch, wie stark die Diskussion um den Wettbewerb die Menschen im Land bewege.
Besonders deutlich wird Green, als er an die lange ESC-Geschichte der Niederlande erinnert. Das Land gehörte 1956 zu den sieben Nationen, die beim allerersten Eurovision Song Contest antraten.
Über sieben Jahrzehnte hätten niederländische Künstler, Fans und Rundfunkanstalten den Wettbewerb entscheidend mitgeprägt.
Umso bedauerlicher sei es, dass die Niederlande nun erneut fehlen werden.
Hinter der Absage steckt ein heftiger Konflikt innerhalb des niederländischen Rundfunks. Der bisher zuständige Sender AVROTROS hatte sich bereits wegen der Teilnahme Israels gegen eine Rückkehr ausgesprochen.
Die Rundfunkorganisation NPO wollte daraufhin selbst einen Beitrag organisieren. Doch innerhalb der Sender regte sich Widerstand. Zahlreiche Mitarbeiter protestierten gegen die Entscheidung, und letztlich fehlte die notwendige Unterstützung für eine Teilnahme.
Damit platzte der geplante ESC-Neustart.
Für die Niederlande bedeutet das bereits die zweite Absage in Folge. Während das Land 2026 den Song Contest in Wien boykottierte, wird es auch 2027 in Bulgarien keinen niederländischen Act geben.
Ganz verschwinden wird der Wettbewerb allerdings nicht aus dem niederländischen Fernsehen. Die Halbfinals und das Finale sollen weiterhin übertragen werden.