Tierschützer haben ja tatsächlich schon alles gesehen. Nicht nur Kleintiere wie Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen werden herzlos ausgesetzt, nein, auch Tiere wie Schafe, Schweine und zuletzt ein Pony können offenbar ohne Skrupel sich selbst überlassen werden.
Bereits im Sommer musste von den Behörden ein zutrauliches Mini-Pony völlig alleine aufgefunden und danach ein Monat behalten werden. Als sich selbst nach vier Wochen kein Halter meldete, durfte das kleine Pferd in die Equidenherde der Pfotenhilfe in Lochen ziehen.
"Am Anfang war ihre laute Atmung das größte Problem, weil sich alle Artgenossen vor ihr gefürchtet haben. Bei Helene wurde das sogenannte Kehlkopfpfeifen (Roaring) diagnostiziert, weil ein Teil ihres Kehlkopfes gelähmt ist. Es ist angeboren und wahrscheinlich der Grund, dass man sie loswerden wollte. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl wurde sie in unsere Herde integriert. Helene hat auch bereits eine beste Freundin!", freut sich Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler. "Unsere liebe Tina, die kleinste Ponystute. Die zwei sind die ganze Zeit zusammen unterwegs und haben sich richtig gern."
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Es warten noch einige Untersuchungen auf die kleine Ponystute, denn man möchte unbedingt auch die Möglichkeit für eine Operation abklären. Die Tierschützer der Pfotenhilfe sind aber in jedem Falle von der Kaltherzigkeit vieler Menschen richtig verblüfft, denn "Helene" zeigt wieder einmal, dass man sich Tieren wie nicht mehr benötigten Gegenständen entledigt.