Je ärmer, desto dicker

Neue Studie belegt: Arme sind häufiger fettleibig

Der Anstieg an Fettleibigkeit ist zu einem großen Teil auf soziale Bedingungen zurückzuführen. Das zeigt eine eine neue Studie aus England.
Newsdesk Heute
18.08.2026, 12:15
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Eine Studie aus England, an der auch Wissenschaftler der Med-Uni Innsbruck mitgewirkt haben, zeigt: Ärmere Menschen sind in höherem Ausmaß von Fettleibigkeit (Adipositas) betroffen. Für die Studie wurden die Lebensverlaufsdaten der gesamten erwachsenen Bevölkerung Englands untersucht - fast 55 Millionen Menschen.

Wie orf.at berichtet, sind diese Daten in den Registern der staatlichen Gesundheitsbehörde gespeichert. Für den Zeitraum von November 2019 bis Ende April 2025 wurden Entwicklungen untersucht, die Alter, Geschlecht, soziale und finanzielle Lage, ethnische Zugehörigkeit und Wohnort betreffen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

„Adipositas zählt zu den größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit im 21. Jahrhundert. Erkenntnisse darüber, wie sich soziale Ungleichheiten auf die Belastung durch Adipositas auswirken, sind rar", heißt es in der Veröffentlichung.

Fettleibigkeit nimmt zu

Die Häufigkeit, an Fettsucht zu erkranken, ist in letzten fünf Jahren um vier Prozent gestiegen. Im Jahr 2025 betrug der Anteil von schwer übergewichtigen Personen in England bereits über 30 Prozent. Die höchste Zunahme lässt sich dabei bei jungen Erwachsenen verzeichnen. Bei Menschen in ihren 20ern stieg der Anteil der Erkrankten um 16 Prozent, bei Personen in den 30ern sogar um 19 Prozent.

Soziale Umstände entscheidend

Eine wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass die Fettleibigkeit dabei nicht überall gleichmäßig zunimmt: Das sozial am stärksten benachteiligte Fünftel der Bevölkerung weist im Gegensatz zum am besten gestellten Fünftel eine 35 Prozent höhere Häufigkeit von Adipositas auf.

Dieser Unterschied lässt sich auch erkennen, wenn man Regionen in England miteinander vergleicht: Im Vergleich schwankte der Anteil der von Fettsucht Betroffenen zwischen 8,5 und 48,1 Prozent. Wieder lässt sich beobachten, dass die ärmsten Regionen am stärksten betroffen sind - teilweise um das Sechsfache.

Das Fazit der Forscher: Fast jeder dritte Erwachsene in England ist fettleibig, wobei benachteiligte Bevölkerungsgruppen unverhältnismäßig stark betroffen sind. Das bedeutet laut Studie aber auch, dass Adipositas vermeidbar ist - bei der Prävention müssen soziale Ungleichheiten aber besonders berücksichtigt werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.08.2026, 12:15