Winter-Prognose für Österreich

Neue Winter-Prognose überrascht jetzt ganz Österreich

Nach einem trockenen Oktober richten sich die Blicke auf die kommenden Monate. Neue Berechnungen liefern ein auffälliges Bild.
17.10.2026, 17:26
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Österreich erlebt einen ungewöhnlich trockenen Oktober. Gleichzeitig deutet sich in den langfristigen Wetterberechnungen ein Winter an, der deutlich wärmer als üblich ausfallen könnte. Ob damit auch ausreichend Regen und Schnee kommen, ist allerdings noch offen.

Ausgewertete Berechnungen des europäischen Saisonmodells ECMWF SEAS5 sprechen die meisten Modellläufe für einen zu warmen Winter 2026/27.

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82 Prozent der Modellläufe mit zu hohen Temperaturen

Für Dezember erwarten 76 Prozent der Berechnungen überdurchschnittliche Temperaturen. Für Jänner liegt dieser Anteil bei 65 Prozent, für Februar bei 61 Prozent. Besonders ausgeprägt ist das Signal für Kärnten und Osttirol: Dort rechnen für Dezember 82 Prozent der Modellläufe mit zu hohen Temperaturen.

Schon der November könnte anders verlaufen als der bisherige Herbst. 57 Prozent der Modellberechnungen deuten auf überdurchschnittliche Temperaturen hin. Beim Niederschlag erwarten 65 Prozent einen zu nassen Monat. Das könnte die Trockenheit in Teilen Österreichs zumindest vorübergehend lindern.

Wie dringend Regen benötigt wird, zeigt der Blick auf die bisherigen Niederschlagsmengen. In Teilen des Nordens und Ostens fehlt seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte des üblichen Regens. Auch Wien und Linz könnten im weiteren Oktober zunächst trocken bleiben.

Milder Winter mit einer großen Schnee-Frage

Ein Italientief, das feuchte Luft gegen die Alpen führt, ist laut den ausgewerteten Modellen zwar möglich, wird aber derzeit nicht von der Mehrheit der Berechnungen gestützt.

Ein milder Winter bedeutet nicht, dass Schnee ausbleibt. Einzelne Kaltlufteinbrüche können weiterhin Schneefall bis in tiefere Lagen bringen. In den Bergen hängt die Schneemenge zudem nicht allein von der Temperatur ab, sondern auch davon, wie viel Niederschlag fällt.

Die Prognose ist deshalb keine Garantie für einen bestimmten Wetterverlauf. Saisonmodelle zeigen längerfristige Wahrscheinlichkeiten, aber keine verlässliche Vorhersage für einzelne Tage.

Gerade in Österreich erschweren die Alpen die Einschätzung regionaler Entwicklungen. Die Richtung bei den Temperaturen erscheint derzeit vergleichsweise klar, beim Niederschlag bleibt die Unsicherheit größer.

red, 17.10.2026, 17:26