Wer die Schnecke als "Vielfraß" bezeichnet, tut ihr eigentlich unrecht, denn sie frisst längst nicht alles. Pflanzen müssen einige Kriterien erfüllen, um dem schleimigen Gourmet auch zu schmecken, denn sie orientiert sich stark an Geruch, Beschaffenheit und Feuchtigkeit ihrer Mahlzeit. Deshalb kann man aber mit den richtigen Pflanzen, seinen Salat auch gut im Garten schützen.
Gewächse, die ätherische Öle enthalten, wie etwa Lavendel oder Rosmarin, bilden einen richtigen Schnecken-Schutzwall, wenn sie rund um Salatpflanzen gesetzt werden. Wer diese trockenen Kräuterlinge am Rand des Gemüsebeetes pflanzt, hat also gute Chancen, die Schnecke zu vertreiben, denn sonnig-wüstig plus Gestank (für die Schnecke) wirkt auf sie alles andere als einladend.
Auch andere mediterrane Küchenpflanzen wie Thymian, Oregano oder Salbei wirken zunächst mit ihren festen und sogar leicht haarigen Blättern und auch mit dem starken Geruch für die Schnecke abstoßend. Bei Mischkultur-Beeten können diese Wunderkräuter dazwischen also tatsächlich vor Fraßschäden schützen.
Die Nacktschnecke zählt nicht unbedingt zu den Lieblingen der Österreicher, doch interessant ist sie schon:
Auch den scharfen Kanten diverser Ziergräsern sagt man nach, dass Schnecken die Beschaffenheit solcher Farne gar nicht zu schätzen wissen und eher einen Bogen um sie machen.
Wenn die Schnecke allerdings über die Schutzzone hinwegkriecht, kann man noch für eine wohlschmeckende Ablenkung sorgen. Hier eignet sich unter anderem Kapuzinerkresse ausgezeichnet, denn sie mundet der Schnecke ebenso wie uns und kann deshalb von Zucchini und Salat ablenken.