Geisterfahrt rückt ins Visier

Pilnacek-U-Ausschuss – FPÖ lädt vier weitere Zeugen

Die FPÖ lädt vier weitere Personen in den Pilnacek-U-Ausschuss. Darunter sind Karners Kabinettschefin und drei Polizeibeamte.
Newsdesk Heute
18.09.2026, 17:48
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Im Pilnacek-U-Ausschuss wird die Liste der geladenen Auskunftspersonen länger. Die FPÖ will vier weitere Personen befragen – darunter die Kabinettschefin von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und drei niederösterreichische Polizeibeamte.

Bevor diese Personen an der Reihe sein könnten, steht allerdings noch prominente ÖVP-Politik auf der Liste. Befragt werden sollen Bundeskanzler Christian Stocker, Innenminister Karner und dessen Amtsvorgänger Wolfgang Sobotka.

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Wann die drei tatsächlich vor dem Ausschuss erscheinen, steht derzeit noch nicht fest.

Noch fünf Sitzungen geplant

Insgesamt sind noch fünf Sitzungen des Untersuchungsausschusses vorgesehen. Die nächste Befragungsrunde ist für den 7. Oktober angesetzt.

Der von der FPÖ verlangte Ausschuss beschäftigt sich mit den behördlichen Ermittlungen rund um den Tod des früheren Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek.

FPÖ-Fraktionsführer Christian Hafenecker hatte zuletzt erklärt, dass eine Verlängerung des Ausschusses grundsätzlich möglich sei. Derzeit zeichnet sich eine solche allerdings nicht ab.

Geisterfahrt rückt in den Fokus

Das neue Verlangen der FPÖ wurde am Donnerstag nach den Befragungen eingebracht. Neben Karners Kabinettschefin sollen drei Beamte des Landespolizeikommandos Niederösterreich als Auskunftspersonen geladen werden.

Dabei handelt es sich um einen Oberst und zwei Gruppeninspektoren. Die beiden Gruppeninspektoren waren laut dem der APA vorliegenden Verlangen mit der Geisterfahrt Pilnaceks befasst.

Diese hatte sich wenige Stunden ereignet, bevor Pilnaceks Leichnam in einem Seitenarm der Donau gefunden wurde.

Zeit für Befragungen wird knapp

Ob tatsächlich alle vorgesehenen Auskunftspersonen vor dem Ausschuss befragt werden können, ist offen. Die Zahl möglicher Befragungen ist groß, gleichzeitig steht für die Beweisaufnahme nur noch begrenzt Zeit zur Verfügung.

Am 3. November soll die Beweisaufnahme enden. Anschließend erstellen die einzelnen Fraktionen ihre Abschlussberichte zum Pilnacek-U-Ausschuss.

red,18.09.2026, 17:48