Todesursache klar

Pilnacek-Tod: Jetzt ist das große Gutachten da

Nach dem immer noch viele Fragen aufwerfenden Tod des Ex-Justizsektionschefs bringt ein umfangreiches Gutachten jetzt Licht ins Dunkel.
Newsdesk Heute
13.02.2026, 11:07
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Um das Ableben von Christian Pilnacek ranken sich mittlerweile derart viele Theorien und Mythen, dass ein eigener Untersuchungsausschuss des Parlaments dazu läuft. Im Fokus stehen dabei besonders Laptop, Handy und Smartwatch des ehemaligen Justiz-Sektionschefs und wie damit nach dessen Auffinden in einem Seitenarm der Donau in Rossatz bei Krems umgegangen wurde.

An den Todesumständen selbst dürfte mittlerweile wohl kaum noch Zweifel bestehen. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat trotzdem die Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Innsbruck beauftragt, ein Gutachten zur Frage der Todesursache und zur Frage des Vorliegens eines allfälligen Fremdverschuldens zu erstatten.

"Keine Anhaltspunkte"

Dieses liegt nun vor und umfasst stolze 110 Seiten. Dabei werden die Einschätzungen mehrerer hochrangiger Experten diskutiert. Instituts-Direktorin Univ.-Prof Dr. Elke Doberentz kommt dabei zu folgendem Schluss: "Die Todesursache des Mag. Pilnacek ist ein Ertrinken. […] Konkurrierende Todesursachen, weder aus innerer krankhafter Ursache noch anderweitige traumatische Todesursachen, konnten nicht festgestellt werden."

Suizidgedanken? Es gibt Hilfe.

Wenn du unter Suizidgedanken, Depressionen oder anderen Ausnahmesituationen leidest, bietet die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 von 0-24 Uhr kostenlos und anonym schnelle Unterstützung.

Weitere Ansprechstellen für Betroffene:

Kriseninterventionszentrum Wien: 01/40 69 595
Rat auf Draht: 147
Weisser Ring - Verbrechensopferhilfe: 0800 / 112 112

Nach wie vor wird den Umständen und Befunden entsprechend von einem suizidalen Ertrinken ausgegangen. "Für einen Unfall oder ein Tötungsdelikt ergeben sich aus den Umständen und Befunden aus gerichtsmedizinischer Sicht keine Anhaltspunkte."

Seine Leiche wies zwar mehrere Verletzungen auf, allerdings lediglich an "sturz- und anstoßtypischen Prädilektionsstellen", wie sie durch Sturzgeschehen entstehen. "Es fanden sich keine Verletzungen an schlagtypischer Lokalisation. Es handelt sich um Bagatellverletzungen ohne jedweden eigenen todesursächlichen Stellenwert."

Smartwatch-Daten noch nicht fertig ausgewertet

Eigentlich wurde das Verfahren bereits am 1. März 2024 eingestellt, doch ein Jahr später meldeten andere Sachverständige über Medien Zweifel (auch an der Staatsanwaltschaft Krems) an. Seit April 2025 wurde deswegen von der Staatsanwaltschaft Wien geprüft, ob Gründe für eine Fortführung vorliegen. Das ist nicht der Fall.

Aber: Eine ergänzende Auswertung der Daten der Smartwatch durch den bereits seitens der WKStA mit diesen Daten befassten IT-Experten der Justiz wurde im Juni 2025 noch von der Staatsanwaltschaft Krems an der Donau veranlasst und ist noch nicht abgeschlossen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.02.2026, 11:17, 13.02.2026, 11:07
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