Nach internen Diskussionen und Spekulationen kehrt bei der SPÖ vorerst Ruhe ein. Am Freitag stellt die Partei die Weichen für ihren Parteitag im März. Bei Sitzungen von Präsidium und Vorstand sollen die Kandidatenlisten sowie der Leitantrag formell beschlossen werden. Große Überraschungen werden dabei nicht erwartet.
Die Diskussion um einen möglichen Gegenkandidaten zu Parteichef Andreas Babler dürfte mit dem Verzicht von Altkanzler Christian Kern beendet sein. Über Monate hinweg hatten Teile der Partei versucht, eine Alternative zum Amtsinhaber ins Spiel zu bringen.
Am Ende konzentrierten sich die Bemühungen auf Kern. Dieser sagte jedoch spät ab – nachdem ihm die delegiertenstarke Wiener Stadtpartei signalisiert hatte, dass er nicht mit ihrer Unterstützung rechnen könne.
Babler war bereits im Vorjahr als Parteichef nominiert worden. Nun stehen nur noch die Personalentscheidungen für Vorstand und Präsidium an.
Vor der Sitzung zeigte sich Babler gelassen. "Ich habe mich in den letzten Wochen nicht beteiligt an öffentlichen Diskussionen, die der Partei nicht gutgetan haben. Meine Verantwortung als Vorsitzender ist, ein gutes Team zu haben und inhaltlich weiterzuarbeiten, um Österreich ein gutes Zukunftsbild zu ermöglichen", so der Parteichef am Freitag gegenüber Medien.
Mehrere Landesparteichefs haben bereits angekündigt, auf eine Kandidatur für die Spitzengremien zu verzichten, darunter Sven Hergovich, Hans Peter Doskozil, Michael Ludwig und Max Lercher.