Telefonat dauerte 11 Sekunden

Pilnacek rief vor seinem Tod Sebastian Kurz an

Paukenschlag im Fall Christian Pilnacek! Der letzte Anruf des verstorbenen Sektionschefs galt Alt-Kanzler Sebastian Kurz. Was bisher bekannt ist.
André Wilding
27.01.2026, 07:58
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Christian Pilnaceks letzter Anruf vor seinem Tod ging an keinen Geringeren als Ex-Kanzler Sebastian Kurz. Das zeigen Auswertungen der Smartwatch des früheren Sektionschefs, über die die "Kronen Zeitung" am Dienstag berichtet.

Demnach wählte Pilnacek am 19. Oktober um 20.55 Uhr die Nummer von Kurz. Das Gespräch dauerte nur elf Sekunden – ob die beiden tatsächlich sprachen oder ob nur eine Mobilbox-Nachricht hinterlassen wurde, ist laut der Tageszeitung unklar.

Sebastian Kurz wird sich zu diesem Anruf wohl im laufenden Untersuchungsausschuss äußern müssen. Bisher hatte er nur eingeräumt, an diesem Abend Kontakt mit Pilnacek gehabt zu haben. Dass es sich um dessen letzten Anruf handelte, war bislang nicht bekannt.

Politischer Zündstoff

Für Diskussionen sorgte von Anfang an, dass Kurz unmittelbar nach dem Todesfall von Suizid gesprochen hatte. Möglicherweise steht diese Aussage in Zusammenhang mit dem kurzen Telefonat. Der U-Ausschuss soll nun Licht ins Dunkel bringen.

Politischen Zündstoff gibt es auch rund um die geplante Ladung von Kurz in den Ausschuss. Die NEOS drängen auf seine Einvernahme, während sich die ÖVP dagegen stemmt. Hinter den Kulissen soll die Kanzlerpartei den kleinen Koalitionspartner" freundlich, aber bestimmt den kleinen Koalitionspartner in der Dreierregierung an das gemeinsame Regierungsprogramm erinnert", so die "Salzburger Nachrichten". Die FPÖ könnte Kurz auch im Alleingang laden – entschieden hat sie sich aber noch nicht.

Telefonate mit Journalistin

Auf Pilnaceks Anrufliste vom Todesabend finden sich laut "Krone" auch mehrere Versuche seiner Freundin Karin Wurm, ihn zu erreichen – erfolglos, auch nach dem Kurz-Anruf. Auffällig sind zudem zahlreiche Telefonate mit einer Journalistin in den Wochen davor.

Die aktuelle Auswertung bezieht sich ausschließlich auf Pilnaceks Smartwatch. Was über Dienste wie Signal geschrieben oder gesprochen wurde, bleibt vorerst offen – diese Daten werden noch geprüft, heißt es in dem Bericht weiter.

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