Stundenlange Debatten

"Es ging um Bananen!" Skurrile SPÖ-Sitzung mit Babler

Nach dem roten Absturz in St. Pölten kam es Montagabend gemäß "Heute"-Infos zu einer unterkühlten, skurrilen Sitzung mit Parteichef Babler in NÖ.
Newsdesk Heute
26.01.2026, 22:06
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Am Tag nach der Wahlschlappe in St. Pölten gingen die Wogen in der SPÖ hoch. Die jahrzehntelange Alleinregierung der Roten in der niederösterreichischen Landeshauptstadt ist dahin; die Partei rutschte auf 42,53 Prozent ab. SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler, seit 2004 im Amt, muss sich einen Koalitionspartner suchen.

Als Abwärtssog der Bundespartei unter Andreas Babler sehen führende Rote den St. Pöltner Absturz um mehr als 13 Prozentpunkte.

Babler abgewatscht

Wolfgang Zwander, Landesgeschäftsführer der SPÖ NÖ, teilte am Montag – wie berichtet – scharf aus: "Wenn sich selbst ein hocherfolgreicher Bürgermeister wie Matthias Stadler dem derzeit eisigen Gegenwind aus der Bundespolitik nicht mehr entziehen kann, dann muss das dort zu denken geben", übt er deutliche Kritik an Parteichef und Vizekanzler Babler.

Ähnliche Töne kommen aus Salzburg und Vorarlberg. Der designierte Salzburger SP-Vorsitzende Peter Eder sieht im St. Pöltener Abschneiden "mehr als ein lokales Ereignis".

Fast vier Stunden Frost-Sitzung

Turbulent verlief schließlich auch der Parteivorstand der niederösterreichischen Roten Montagabend in St. Pölten: Andreas Babler – Teil der Landesgruppe – kam persönlich, fast vier Stunden lang wurde hitzig diskutiert.

"Er ging null auf die Kritik an ihm ein", so ein Sitzungsteilnehmer gegenüber "Heute". Die Schuld an den tristen Umfragewerten sieht Babler bei den Medien ("Weil ich für eine Neuordnung am Medienmarkt sorge") und in den eigenen Reihen. Die Arbeit der Regierung sei erfolgreich, er hätte sich leichter getan, als er im Dezember nicht in Erklärungsnot war.

Nur Kritik an sich war Babler Banane

Zwischen den (wenigen) Unterstützern Bablers bei den NÖ-Roten und dem Rest der Partei, der ob der verheerenden Rückmeldungen aus der Bevölkerung und tristen Umfragen höchst besorgt ist, ging es hin und her. Thematisiert wurde schließlich auch die geplante Mehrwertsteuer-Senkung der Bundesregierung. "Es wurde tatsächlich darüber philosophiert, ob Bananen ein Grundnahrungsmittel sind", erfährt "Heute".

"Erschütterndes Niveau"

Ein Babler-Fan unterstützte den Parteichef in seiner Haltung, Äpfel auf die Liste zu setzen, jedoch keine Bananen. Für seine Großmutter seien Bananen auch kein Grundnahrungsmittel gewesen, so der Sozialdemokrat. "Das war exemplarisch für den Zustand unserer Bewegung", so ein Funktionär: "Unter Andreas Babler ist unsere Partei auf ein erschütterndes Niveau abgerutscht. Wie sollen wir so jemals wieder Wahlen gewinnen?"

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 27.01.2026, 10:21, 26.01.2026, 22:06
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