Zahlreiche offene Fragen

"Unvermögen oder Korruption" – Grüne macht jetzt Druck

Mit drastischen Worten kritisiert Nina Tomaselli die Ermittlungen im Fall Pilnacek und verteidigt den umstrittenen Lokalaugenschein.
Newsdesk Heute
13.01.2026, 11:45
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"Wir haben einen toten Spitzenbeamten. Wir haben fehlerhafte Ermittlungen. Wir haben eine Polizei die lieber wegsieht, als aufzuklären", mit diesen Worten leitete die Grüne-Fraktionsführerin Nina Tomaselli ihre Pressekonferenz über den bevorstehenden Pilnacek-Untersuchungsausschuss ein.

Mit dem U-Ausschuss wollen die Grünen etwaigen Verschwörungstheorien den "Gar ausmachen". Dass es Fehler bei den Ermittlungen gab, verneint die Grüne aber nicht, sondern betont: "Dass es Fehler gegeben hat, ist evident. Doch es stellt sich die Frage: Warum sind diese Fehler passiert. War es Unvermögen oder Korruption", so Tomaselli.

Zahlreiche Verfehlungen bei Ermittlungen

Die Grüne zeigt dabei auch einige Beispiele auf, die es im U-Ausschuss genauer zu beleuchten gebe. Tomaselli hob, wie auch schon FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker rund eine Stunde zuvor, die Bedeutung der Smartwatch des verstorbenen Sektionschefs hervor. In einem ersten Bericht habe die Polizei immerhin geschrieben, dass es keine relevanten Gesundheitsdaten gebe. Weitere Untersuchungen widerlegten diese Aussage  aber.

Ebenfalls brisant ist für die Grüne, dass die Polizei das Handy von Pilnacek einfach der Witwe übergeben habe und es nicht für eine mögliche Auswertung aufbehalten hatte. Außerdem stütze sich die Polizei auf ein angebliches "Abschieds-SMS", der "Kontext interessiert die Ermittlungsbehörde aber nicht", so Tomaselli.

Neben der Obduktion, die erst eine Woche nach dem Fund der Leiche durchgeführt wurde, kritisierte Tomaselli auch das Geschehen und die Abläufe am Fundort selbst. Laut Berichten seien polizeiliche Vorgaben nämlich nicht eingehalten worden. Beispielsweise habe es zu wenig Absperrungen gegeben, ein Baggerfahrer sei aufgefordert worden, eine Sandbank aufzuschütten, um die Bergung der Leiche zu erleichtern, und es seien nicht einmal alle Personen dokumentiert worden, die sich am Tatort befanden.

Lokalaugenschein könnte helfen

Diese Fragen, Fehler und Umstände wollen die Grünen im Untersuchungsausschuss nun genauer unter die Lupe nehmen. Der geplante Lokalaugenschein am Mittwoch, der von der ÖVP stark kritisiert wurde, sei laut Tomaselli aber keine so schlechte Idee.

Sie hatte sich bereits im Vorjahr ein Bild der Örtlichkeit gemacht und erklärte, dass es ihr geholfen hatte, die Akten nachzuvollziehen – auch wenn sich das Terrain und die Umgebung seit dem Auffinden der Leiche stark verändert hatte.

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