Zahlreiche Gewalttaten, die zum Teil tödlich endeten, erschütterten heuer Linz: ein Mord in der Innenstadt, eine Messer-Attacke auf offener Straße, ein Axt-Angriff am Südbahnhofmarkt und eine Bluttat mit zwei toten Frauen.
Eine Diskussion um die Sicherheit in der Stadt (rund 215.000 Einwohner; Anm.) wurde laut. Die Konsequenz: ein Gipfelgespräch. Dabei wurden Themenfelder definiert – u.a. psychosoziale Versorgung und Krisenintervention, öffentlicher Raum, Gewalt gegen Frauen und Gewaltschutz, Prävention sowie Suchtmittel und Beschaffungskriminalität.
Die Stadt richtete mehrere Arbeitsgruppen, die über den Sommer Vorschläge erarbeitet haben. Auf Basis umfassender Berichte will die Politik jetzt die Ergebnisse zusammenführen und über konkrete Maßnahmen abstimmen.
Die Resultate werden am Donnerstag kommender Woche der Stadtregierung präsentiert. "Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe und lässt sich nicht mit Einzelmaßnahmen lösen", sagt Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ). "Entscheidend ist, dass wir dort ansetzen, wo konkrete Probleme bestehen", so Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ).
Die ÖVP macht vor dem Termin Druck: "Es braucht endlich sichtbare Verbesserungen", betont Stadtparteichef Martin Hajart. Sicherheitspolitik dürfe sich nicht in Sitzungen, Prüfaufträgen und Arbeitsgruppen erschöpfen. "Entscheidend ist jetzt, dass aus Vorschlägen Maßnahmen werden."
Besonders großen Handlungsbedarf sieht Hajart nach wie vor beim Linzer Hauptbahnhof. Er hatte schon beim Sicherheitsgipfel ein Alkoholverbot für den Vorplatz und den dortigen Park gefordert. "Die Probleme rund um Bahnhof und Volksgarten sind seit langem bekannt."